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Kurkölnische Landesburg Zülpich

ehemalige Kurkölnische Landesburg Zülpich
Luftbild der Burg, rechts die Kirche St. Peter
Burgansicht mit Rundtürmen
Landesburg Zülpich
vierstöckiger Rundturm
Burggarten bei der Eröffnung der Landesgartenschau 2014
Burg bei der Eröffnung der LaGa 2014
Obstwiese bei der LaGa 2014 mit Burg im Hintergrund
Innenhof der Burg
Ecksituation im Innenhof der Burg
Ostturm der Burg gegen Ende des 19. Jahrhunderts
Das Burgportal gegen Ende des 19. Jahrhunderts

ehemalige Kurkölnische Landesburg Zülpich
Luftbild der Burg, rechts die Kirche St. Peter
Burgansicht mit Rundtürmen
Landesburg Zülpich
vierstöckiger Rundturm
Burggarten bei der Eröffnung der Landesgartenschau 2014
Burg bei der Eröffnung der LaGa 2014
Obstwiese bei der LaGa 2014 mit Burg im Hintergrund
Innenhof der Burg
Ecksituation im Innenhof der Burg
Ostturm der Burg gegen Ende des 19. Jahrhunderts
Das Burgportal gegen Ende des 19. Jahrhunderts
Standort
Mühlenberg 10
53909 Zülpich
Baujahr:
ab 1369/18. Jh. / 19. Jh.
Epoche(n):
Gotik
Urheber*in:
Bauherr*in:

Die Kurkölnische Landesburg ist heute noch das Wahrzeichen der Stadt Zülpich und zählt zu den letzten vier erhaltenen kurkölnischen Landesburgen des 14. Jh. im Rheinland. Schon zur Römerzeit befand sich an dieser Stelle eine befestigte Anlage, die danach auch von den Merowingern und Karolingern genutzt wurde. Ab 1279 ließ der Kölner Erzbischof die Landesburg Zülpich errichten. Diese ging jedoch bereits 20 Jahre später als Pfand an den Jülicher Grafen, der an dieser Stelle einen eigenen Bau errichten ließ. Nach Einlösung des Pfands ließ Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden nach 1369 den Jülicher Bau durch die heute sichtbare Anlage ersetzen.

Die Landesburg verlor zunehmend ihre strategische Bedeutung und zerfiel nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg immer mehr. Im 18. Und 19. Jahrhundert wurde die Burganlage mehrfach umgebaut und erweitert. So waren zeitweise Wirtschaftsgebäude, Wohnbereiche, Fabrikgebäude und eine Schnapsbrennerei Teil der Burg. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Burg schwer beschädigt und nach 1950 vereinfacht wieder aufgebaut.

Bei der Burganlage handelt es sich um eine klassische Kastellburg aus dem späten Mittelalter. Die schlichte Backsteinanlage ohne architektonisches Beiwerk besitzt einen rechteckigen Grundriss und vier Türme an den Ecken des Gebäudes. Die zwei hohen vierstöckigen Rundtürme und der auf zwei Geschosse gekürzte dritte Rundturm sind gut sichtbar und prägen das Erscheinungsbild der Festungsanlage. Der niedrige übereck gestellte Vierecksturm an der nördlichen Ecke ist ein Überbleibsel einer älteren Anlage. Von den ehemaligen Wohnbauten in den Flügeln der Burg sind heute nur noch die wehrhaften Außenmauern vorhanden. Ursprünglich umgab die vierflügelige geschlossene Burganlage ein breiter Wassergraben, auch Reste einer alten Zugbrücke wurden bei Ausgrabungen gefunden.

Nachdem private Investoren 2003 die Burg übernommen hatten, wurde diese etappenweise restauriert und umgenutzt. Heute sind in der Anlage Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe untergebracht. Der Zülpicher Geschichtsverein betreibt auf dem Burggelände gemeinsam mit der Stadt die „Zülpicher Geschichtswerkstatt“ und einen Infopunkt für Touristen. 2014 war die Burg Teil der Landesgartenschau NRW in Zülpich.

Weitere Kurkölnische Landesburgen auf baukunst-nrw:
Burg Kempen
Burg Lechenich
Burg Linn

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 21.11.2022

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Kategorien

Architektur Öffentliche Gebäude Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen