baukunst-nrw

Brücke Slinky Springs to Fame Oberhausen
Brücke Slinky Springs to Fame, Oberhausen, © Thomas Robbin
Karte mit Daten
Objekte mit Videos

Im Fokus

Die Reihe „Baukunst im Fokus“ versammelt thematische Beiträge zu ausgewählten Bauwerken, Architektinnen und Architekten sowie aktuellen Entwicklungen der Baukultur in Nordrhein-Westfalen.

Im Mittelpunkt stehen sowohl historische als auch zeitgenössische Positionen, die exemplarisch für architektonische, künstlerische und gesellschaftliche Fragestellungen stehen.

Themenübersicht

Medienhafen Düsseldorf

Heute gilt der Medienhafen als ein gelungenes Beispiel für die Umwandlung ehemaliger Industrie- und Hafenflächen in urbane Lebensräume. Er zeigt architektonische Vielfalt und ist ein Symbol für den Strukturwandel.

Rokoko under Construction

Die Ausstellung „Rokoko under Construction – The Making of Schloss Augustusburg“ zeigt den jahrzehntelangen Entstehungsprozess eines der bedeutendsten Bauwerke dieser Epoche. Weitere Objekte des Rokoko auf baukunst-nrw.

Objektkommentare

Zollverein School von Sanaa

Zollverein School von Sanaa

"Nach Beobachtung von 5 Jahren treten zu den funktionalen und gestalterischen Mängeln (siehe Kommentar von 2009) noch konstruktive Mängel hinzu: Der Sichtbeton der Fassade "altert nicht mit Anstand", er wird immer unansehnlicher und die Rostnasen infolge der zugeringen Betonüberdeckung werden zusehends mehr. Spätestens in 2 Jahren wird eine Sanierung der Sichtbetonflächen für viel Geld erforderlich werden, weil die Aussenwand statisch geschwächt wird durch die freiliegenden durchgerosteten Bewehrungsstähle."

Remensniderhaus Herford

Remensniderhaus Herford

"Das Haus ist als katholisches Bauwerk errichtet. Dem aufkommenden Protestantismus sollte Einhalt geboten werden. Kein Protestant sollte das Haus betreten (Drachentor). Im Prognostikum der Zeit, an denen jeder volkstümlich geglaubt hatte, sollen die Lutheraner verteufelt werden (alle unteren Knaggen-Figuren entwickeln sich närrisch). Die acht Knaggenfiguren stehen für eine unsinnige Entwicklung. Es sind genau acht Figuren, wie bei einer Oktave (Kirchentonart-Mixolydisch). Die Harmonie ist gestört! Der Bauherr Links wird sich - sollte er Protestant werden - zu einem Ungeheuer entwickeln. „Verteidigt diese Haus!“ Damit ist es dem Brusttuch in Goslar und dem Huneborstelchen Haus in Braunschweig ähnlich. Die Patrizier Handwerker und Kaufleute waren mit der katholischen Amtskirche verflochten, sie hatten Privilegien. "

Schloss Horst

Schloss Horst

"Wir haben vor einigen Jahren im Schloß Horst unsere Hochzeit mit 80 Gästen gefeiert. Es machte diesen Tag einfach unvergesslich. Für solche und andere Anlässe kann man dort Räumlichkeiten anmieten. Muss man allerdings frühzeitig tun, da immer viele Reservierungen vorliegen. Bedienung ist sehr nett und zuvorkommend, Abwicklung problemlos."

Stiftsruine "Kleine Marienkirche" Lippstadt

Stiftsruine "Kleine Marienkirche" Lippstadt

"Ich störe mich an dem Eingangswort 'Trotz …': In dem hochmittelalterlichen Bauboom, in dem auch diese Kirche errichtet wurde, gab es eine stürmische Stilentwicklung, während die Bauzeiten sich oft auf Jahrzehnte streckten. Daher war es normal, wenn eine Kirche – wie auch diese – romanisch begonnen, frühgotisch weitergebaut, schließlich mit hochgotischen Bauteilen vollendet wurde. Irgendwann fand man alte Gebäudeteile altmodisch, oder ersetzte sie durch geräumigere. Chöre sollten Platz für ausufernde Zeremonien bieten, Kirchenschiffe für die Bevölkerungszunahme der Gemeinden. Zudem baute man oft ohne genauen Plan, und genaue statische Berechnungen gab es noch gar nicht. Daher ist so manches Bauwerk teilweise eingestürzt, manchmal schon als Neubau, manchmal nach Jahrhunderten. Der Ersatz sollte stabiler werden als der Problembau, musste sich also von dem eingestürzten unterscheiden. Aber auch nach Bränden ersetze man meist nicht originalgetreu, sondern lieber nach der neuesten Mode. Hier bei der Lippstädter Stiftkirche ist der Nonnenchor eindeutig der älteste Teil, aber in seiner Funktion ungewöhnlich; normalerweise verfolgten die Nonnen von einer Westempore aus die im Ostchor von Priestern gehaltene Messe. Und die Stilverteilung der Fenster der Halle irritiert: Das südliche Ostfenster ist romanisch. Die Fenster der Südwand werden nach Westen Schritt für Schritt moderner, aber an der Nordwand erscheint das westlichste Joch wieder sehr altertümlich. "

Alle Objekte mit Kommentaren