32457 Porta Westfalica
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Ausgezeichnet
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Denkmalgeschützt
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Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
- Baujahr:
- 1892 - 1896 (Bestand), 2016 - 2018 (Besucherzentrum)
- Epoche(n):
- Historismus, Gegenwart
- Urheber*in:
- Prof. Bruno Schmitz (Bestand)Caspar Zumbusch (Bestand)Architekt Dipl.-Ing. Peter Bastian | Peter Bastian Architekten (Besucherzentrum)
- Bauherr*in:
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica wurde zwischen 1892 und 1896 nach den Plänen von Bruno Schmitz errichtet und zwischen 2016 und 2018 um ein Dokumentations- und Besucherzentrum erweitert. Die Planung der Erweiterung stammt von Peter Bastian Architekten BDA aus Münster.
Das Nationaldenkmal, das auf dem Wittekindsberg in einer Höhe von 268 Metern über dem Weserdurchbruch liegt, zählt zu den weithin sichtbaren Landmarken der Region. Es entstand nach dem Tod Kaiser Wilhelms I. als eines der monumentalen Erinnerungsbauwerke des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Die ab 2016 umgesetzte Neuplanung geht auf den siegreichen Wettbewerbsbeitrag von Peter Bastian Architekten zurück und verbindet eine denkmalgerechte Rekonstruktion der historischen Ringterrasse mit der Integration neuer Bereiche für Besucher, Ausstellung und Gastronomie. Der Entwurf orientiert sich unmittelbar an der radialen Geometrie des Bestands und ordnet das zusätzliche Raumprogramm eingeschossig innerhalb des rekonstruierten Sockel- und Terrassenbereichs an. Der wiederhergestellte Ringsockel orientiert sich in Form und Materialität am historischen Original. Für die Realisierung wurden rund 1.500 Tonnen Naturstein verarbeitet.
Die neue Nutzungsebene liegt innerhalb des unterirdischen Sockelgeschosses und greift die aus den historischen Arkaden abgeleitete Raumhöhe von etwa 6,50 Metern auf. Beidseitig der Hauptachse sind jeweils sechs Bogenfelder der rekonstruierten Stützmauer verglast und als großformatige Öffnungen für die dahinterliegenden Innenräume ausgebildet. Hinter den verglasten Bogenfeldern befinden sich das Foyer, das Dokumentations- und Besucherzentrum, Veranstaltungs- und Seminarräume sowie die Gastronomie mit ihren Nebenräumen. Das Foyer und weitere Ausstellungsbereiche sind als zusammenhängender Raum konzipiert und können durch mobile Trennwände mit dem symmetrisch zur Hauptachse angeordneten Veranstaltungsraum verbunden werden. Die vorgelagerte Terrasse bleibt innerhalb der historischen Sockelkontur bestehen und erweitert die Innenräume um einen Aussichtspunkt mit Blick über die Porta Westfalica und das Wesertal.
Oberhalb der Ringterrasse sind zwei kompakte Baukörper mit den notwendigen Erschließungen positioniert. Diese sind seitlich der Hauptachse des Denkmals angeordnet, sodass die zentrale Blick- und Wegebeziehung zum Monument frei bleibt. Der nördliche Baukörper beherbergt die Haupttreppe sowie einen Aufzug und führt direkt in das Foyer des Besucherzentrums. Der südliche Baukörper umfasst die zweite Treppenanlage und dient zugleich als Personalzugang und Rettungsweg. Die zurückhaltende Positionierung und Materialität ordnen die neuen Bauteile dem historischen Monument unter und machen diese als eigenständige, zeitgenössische Ergänzungen ablesbar.
Das Besucherzentrum erweitert die bauliche Sanierung um eine inhaltliche Neuinterpretation des Denkmals. Die rund 270 Quadratmeter große Dauerausstellung behandelt neben der Entstehung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals auch die Natur- und Kulturgeschichte Porta Westfalicas.
Auszeichnungen:
- Architekturpreis Ostwestfalen-Lippe 2020, Preisträger
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 11.08.2026
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