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Wohnquartier FRML (Friesenring / Ecke Martin-Luther-Straße)

Straßenansicht des Wohnquartiers
Straßenansicht des Wohnquartiers bei Nacht
Fassadenrasterung, Loggien
Außenperspektive Straßenseite
Außenperspektive, Gartenbereiche
Innenhof, gestafellte Baukörper
Innenhof, gestafellte Baukörper
Fassadenrasterung, verblendete Fensteröffnungen
Gestaffelte Baukörper, verblendete Fensteröffnungen
Detailbild Fassadenrasterung, Loggien
Detailbild Fassadenrasterung, Loggien
Detailbild Fassadenrasterung, Loggien
Lageplan
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss
Ansicht West
Schnitt A
Schnitt B

Straßenansicht des Wohnquartiers
Straßenansicht des Wohnquartiers bei Nacht
Fassadenrasterung, Loggien
Außenperspektive Straßenseite
Außenperspektive, Gartenbereiche
Innenhof, gestafellte Baukörper
Innenhof, gestafellte Baukörper
Fassadenrasterung, verblendete Fensteröffnungen
Gestaffelte Baukörper, verblendete Fensteröffnungen
Detailbild Fassadenrasterung, Loggien
Detailbild Fassadenrasterung, Loggien
Detailbild Fassadenrasterung, Loggien
Lageplan
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss
Ansicht West
Schnitt A
Schnitt B
Standort
Friesenring 26
48147 Münster
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
Baujahr:
2016-2019
Epoche(n):
Gegenwart
Urheber*in:
Bauherr*in:

Das Wohnquartier FRML in Münster wurde zwischen 2016 und 2019 auf Grundlage des siegreichen Wettbewerbsentwurfs des Münsteraner Planungsbüros MS PLUS Architekten realisiert. Das Neubauensemble wurde im Auftrag der Wohn+Stadtbau GmbH an der namensgebenden Kreuzung Friesenring/Martin-Luther-Straße im Kreuzviertel errichtet. Das innerstädtische Wohngebiet zeichnet sich durch eine heterogene Bebauungsstruktur mit größtenteils offener Blockrandbebauung aus.

Das Projekt ist als innerstädtische Nachverdichtung eines zuvor untergenutzten Grundstücks konzipiert, auf dem die rückgebaute Vorgängerbebauung der evangelischen Versöhnungskirche aus den 1960er-Jahren stand. Mit insgesamt 33 Wohneinheiten, davon ein Teil öffentlich gefördert, soll das neue Quartier auch in einer hochpreisigen innerstädtischen Lage bezahlbaren Wohnraum für unterschiedliche Nutzergruppen bereitstellen.

Städtebaulich vermittelt das Ensemble aus vier Baukörpern zwischen den unterschiedlichen Maßstäben der umgebenden Bebauung. Entlang des Friesenrings nimmt ein viergeschossiger Baukörper die Maßstäblichkeit der umgebenden Blockrandbebauung auf, während sich die Bebauung zum Kreuzviertel hin in ihrer Höhe auf zwei Geschosse reduziert und damit auf die kleinteiligere Wohnstruktur reagiert. Durch die Höhenstaffelung entsteht eine differenzierte Dachlandschaft und gegliederte Kubatur der Baukörper. Die winkelförmig offene Blockrandbebauung schirmt einen innenliegenden Hofbereich vom Verkehrslärm der Straßen ab.

In Erweiterung des begrünten Hofes mit erhaltenem Baumbestand ergänzen zwei Doppelhäuser die straßenseitige Bebauung. Gleichzeitig bleibt durch Wege und Durchgänge eine halböffentliche Durchlässigkeit erhalten, sodass das Quartier mit der umgebenden Nachbarschaft räumlich vernetzt wird. Der zentrale Hof dient auch als Spiel- und Aufenthaltsbereich und wird von den privaten Gärten und Terrassen der Erdgeschosswohnungen gerahmt. Die Freiraumstruktur gliedert sich in gemeinschaftliche Flächen, halbprivate sowie private Bereiche und erzeugt so eine abgestufte Abfolge städtischer Einbindung.

Architektonisch wird das Ensemble durch eine einheitliche, regionaltypisch verankerte Material- und Fassadengestaltung aus Klinker geprägt. Charakteristisch ist das hell geschlämmte Klinkermauerwerk mit eingemauerter Reliefstruktur, das sowohl an die Materialität der ehemaligen Versöhnungskirche als auch an die Ziegelfassaden der Umgebung anknüpft. Das Reliefmauerwerk wird durch Verbandswechsel und plastische Ausbildungen differenziert und setzt sich über Eck fort, sodass die Ansichten fortlaufend homogen ausgebildet werden. Horizontale Fensterbänder, Loggien und eingeschnittene Öffnungen gliedern die Fassaden und erzeugen eine rhythmische, zusammenhängende Gesamtwirkung. Konstruktiv wurde eine zweischalige Außenwand mit erhöhten Schallschutzanforderungen zur Ringstraße realisiert.

Insgesamt bildet das Projekt eine eispielhafte innerstädtische Nachverdichtung ab, die durch Maßstabsbezüge, den gemeinschaftlichen Innenhof und die einheitliche Materialität ein eigenständiges und zugleich in den städtebaulichen Kontext eingebundenes Wohnquartier formuliert.

Auszeichnungen:

  • Auszeichnung Vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2020 (Land NRW/Architektenkammer NRW)
  • Architekturpreis Münster-Münsterland 2020 (BDA), Anerkennung

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 10.04.2026

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