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Industrie- und Kulturstandort Zeche Zollverein

Zeche Zollverein Schacht XII
Luftbild der Zeche Zollverein
Luftbild mit Blick auf die Zeche und auf die Zollverein School
Luftbild mit Blick auf die beiden Fördertürme
Zeche Zollverein
Kohlenwäsche Zollverein, Ruhr Museum
Förderturm Zeche Zollverein Schacht XII
Kesselhaus Zollverein, red dot desing museum
Zeche Zollverein
Zeche Zollverein
Zeche Zollverein

Zeche Zollverein Schacht XII
Luftbild der Zeche Zollverein
Luftbild mit Blick auf die Zeche und auf die Zollverein School
Luftbild mit Blick auf die beiden Fördertürme
Zeche Zollverein
Kohlenwäsche Zollverein, Ruhr Museum
Förderturm Zeche Zollverein Schacht XII
Kesselhaus Zollverein, red dot desing museum
Zeche Zollverein
Zeche Zollverein
Zeche Zollverein
Standort
Gelsenkirchener Str. 181
45309 Essen
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1848 (Gründung) / 1928-32 (Zentralschacht) / 1957-61 (Kokerei) / 1989-1995 (Umbau)
Epoche(n):
Moderne
Urheber*in:
Bauherr*in:

Das Bergwerk Zollverein gehörte von seiner Gründung 1848 bis zu seiner Stilllegung 1986 zu den größten, technisch fortschrittlichsten und repräsentativsten Zechen im Ruhrgebiet. Das technisch und architektonisch bedeutendste Ereignis in der Geschichte von Zollverein war die Errichtung des Zentralschachtes XII in den Jahren 1928 bis 1932. Hierdurch wurden die Förderung, Aufbereitung, Presslufterzeugung, Stromversorgung und Werkstätten für alle Schächte der Zeche an einem Ort konzentriert. Dieses Konzept der Verbundschachtanlage vergrößerte die Tagesfördermenge von 3000 Tonnen auf 12.000 Tonnen Kohle.

Die Architekten Schupp und Kremmer erschufen für die Anlagen des Schachtes XII Gebäude in einer modernen, kubistischen Formensprache mit Vorhangfassaden aus mit Klinkern ausgefachtem Stahlfachwerk. Zwischen 1957 und 1961 entstand in Anbindung an den Schacht XII die Kokerei Zollverein, damals einer der weltgrößten Anlagen ihrer Art. Die Zeche wurde 1986 stillgelegt, die Kokerei 1993.

Kurz nach der Stilllegung wurden die Anlagen unter Denkmalschutz gestellt, im Jahr 2001 erfolgte die Anerkennung als Weltkulturerbe durch die UNESCO. Unter Beachtung des Denkmalschutzes wurden seitdem die Gebäude der Schachtanlagen umgebaut.

Bemerkenswert sind hier das Kesselhaus, das seit seinem Umbau 1996 dem red dot design museum als Austellungsort dient und dessen Inneres mit einer kühlen, von der high tech-Architektur geprägten Gestaltung aufwartet. Einen Kontrast hierzu bildet das choreographische Zentrum, das im umgebauten Kauen- und Verwaltungsgebäude von Schacht 1/2/8 Platz gefunden hat, wobei die mit Patina besetzten Oberflächen erhalten blieben.

In das Innere des neuen Besucherzentrums (Umbau der Kohlenwäsche) führt eine 54 Meter lange Gangway mit Rolltreppe. Die städtebauliche Planung für das gesamte Gelände erfolgte durch Rem Kohlhaas. Ergänzt wurde diese durch einen von Henri Bava erstellten Masterplan für den Freiraum des ehemaligen Zechengeländes. Dieser Masterplan wird durch ergänzende Entwürfe präzisiert. Ein Team aus Landschaftsarchitekten (Planergrupper GmbH), Künstlern (Observatorium Rotterdam), Kommunikationsdesignern (F1rstdesign) und Lichtplanern (LKL) gestaltet den Park, der das vorhandene industriearchitektonische Ensemble betont.

Weitere Informationen zu Bauwerken auf Zollverein:
Kohlenwäsche

red dot designmuseum

Kokerei Zollverein
Depot und Verwaltung Ruhr Museum
Schaudepot des Ruhr Museums
Zollverein School

Panorama von Zeche Zollverein bei nrw-tourismus

Auszeichnungen:

  • Constructec-Preis für Europäische Industriearchitektur 1998 (Deutsche Messe AG und BDA), 1. Platz

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 08.10.2024

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Ingenieurbau Energiewirtschaft
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