46395 Bocholt
-
Denkmalgeschützt
- Baujahr:
- 1618
- Epoche(n):
- Renaissance
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Das Gebäude liegt im Zentrum der Stadt und wurde zwischen 1618 und 1621 an der Stelle eines älteren Stadthauses errichtet. Das historische Rathaus der Stadt ist im niederländischen Backsteinrenaissancestil erbaut, sein Architekt ist unbekannt.
Durch einen Laubengang gelangt man in das Erdgeschoss des dreigeschossigen Rechteckbaus. Hier waren ursprünglich die Gerichtsstube, die Stadtwaage und die Fleischhalle untergebracht. Im oberen Stockwerk lagen die Ratsstuben. Besonders bemerkenswert sind die achtachsige Schaufront zum Marktplatz hin und die geschmückten Zwickel und Bögen. Bei der Fassadengestaltung wurden verschiedene Materialien verwendet: roter Backstein und Baumberger Sandstein. Der dreistufige Ziergiebel und der Erker sind die Elemente, die aus der Geradlinigkeit des Gebäudes ausbrechen.
1786 wurde das Gebäude erstmalig restauriert und 1827 auf Grund von Umnutzung umgebaut. 1928 folgten wegen dem drohenden Verfall des Gebäudes weitere Restaurierungsmaßnahmen. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude bis auf seine Grundmauern zerstört. In der darauffolgenden Zeit zwischen 1948 und 1955 wurde das Rathaus originalgetreu wieder aufgebaut.
Da das historische Rathaus für die gesamte Stadtverwaltung zu klein ist, wurde 1977 von Architekt Gottfried Böhm ein neues Rathaus Bocholt erbaut. Seit dem Umzug wird das historische Rathaus nur noch für repräsentative Zwecke und für Trauungen genutzt.
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 20.12.2022
Sehr guter Bericht über das wunderschöne Rathaus in Bocholt,Kompliment!!Ich hätte noch gern gewußt,wie der Spruch lautet der sich,ich glaube,über dem Eingang,befindet.Er hat mit der Fleischhalle zu tun und dem Fleisch das dort abgeliefert wurde.Kann ihn leider im I-Net nirgendwo finden,schade!!!Ansonsten,wie bereits gesagt,prima Bericht.Liebe Grüße Ulla