baukunst-nrw

Umgestaltung St. Bartholomäus in ein Kolumbarium

St. Bartholomäus, Ansicht von Südwesten
St. Bartholomäus, Ansicht von Osten
Außenansicht St. Bartholomäus Köln
Südfassade
Ansicht Fensterfassade und Glockenturm
Ansicht Fensterfassade
Fassadenausschnitt
Innenansicht mit durch abgehängtes Metallnetz abgegrenzten Kapellenraum
Kircheninnenraum, zum Kolumbarium umgestaltet
Kircheninnenraum mit Kapelle und Urnenkammern
Blick durch das Metallnetz des Kapellenraums zur Fensterfront
Blick in den Kapellenraum
Altarbereich in der Kapelle mit Urnenpodest
Neuer Altar in der Kapelle und Urnenkammern dahinter
Raum im Seitenschiff mit Tabernakel
Tabernakel im Seitenschiff
Taufbecken im Seitenschiff

St. Bartholomäus, Ansicht von Südwesten
St. Bartholomäus, Ansicht von Osten
Außenansicht St. Bartholomäus Köln
Südfassade
Ansicht Fensterfassade und Glockenturm
Ansicht Fensterfassade
Fassadenausschnitt
Innenansicht mit durch abgehängtes Metallnetz abgegrenzten Kapellenraum
Kircheninnenraum, zum Kolumbarium umgestaltet
Kircheninnenraum mit Kapelle und Urnenkammern
Blick durch das Metallnetz des Kapellenraums zur Fensterfront
Blick in den Kapellenraum
Altarbereich in der Kapelle mit Urnenpodest
Neuer Altar in der Kapelle und Urnenkammern dahinter
Raum im Seitenschiff mit Tabernakel
Tabernakel im Seitenschiff
Taufbecken im Seitenschiff
Standort
Helmholtzplatz 11
50825 Köln
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1959/60 (Ursprungsbau) / 2013 (Umgestaltung)
Epoche(n):
1950er-70er Jahre, Gegenwart
Urheber*in:
Bauherr*in:

Die bestehende Kirche St. Bartholomäus in Köln-Ehrenfeld wurde vom Architekturbüro KISSLER + EEFGEN zu einer Grabeskirche umgewidmet; integriert wurde ein Kolumbarium mit ca. 2000 Urnenkammern. Die schlichte dreischiffige Betonkirche aus dem Jahr 1960, entworfen von dem Architekten Hans Schwippert, steht in Verbindung mit den Glasfenstern sowie anderen Sakralobjekten unter Denkmalschutz.

Zentrale Entwurfsidee war es, mit dem Einbau des Kolumbariums den räumlichen Charakter des Mittelschiffs als wahrnehmbaren Großraum zu erhalten. So wurden die Urnenkammern als in fünf Ebenen geschichtete Stahlkonstruktion umlaufend an der Peripherie des Mittelschiffs angeordnet und kammartig aufgefaltet. Außenseitig mit einem brünierten Messingblech versehen entstehen zehn nischenähnliche Kabinette, die dem Trauernden einen kleineren, intimeren Raum bieten.

Im Zentrum wurde die Kapelle eingerichtet. Die nach Kirchenrecht erforderliche inhaltliche Abgrenzung zum Raum der neuen Grabeskirche erfolgt räumlich über ein abgehängtes, transparentes Metallnetz aus ineinander geflochtenen Bronze-Ringen. Kapelle und Grabeskirche sind dadurch separiert, aber auch gemeinsam wahrnehmbar, und können zu verschiedenen Zeiten genutzt werden. Ähnlich wie im Theater wird die räumliche Staffelung vor bzw. hinter dem Netz durch pointiert gesetztes Kunstlicht unterstützt. Während des Gottesdienstes ist der Kapellenraum hell, zu den übrigen Zeiten dient das Netz als Lichtreflexions- und -verteilungsmedium für das Kolumbarium.

Innerhalb des Kapellenraumes ergänzen neu gestaltete Sakralgegenstände die besondere Atmosphäre der Grabeskirche. Der neue Altar ist ein gegossenes Werkstück aus Sichtbeton. Ambo, Osterkerzenständer, Urnenpodest und Hängekreuz wurden aus den gleichen Materialien wie die Urnenkammeranlage entwickelt: Stahlkonstruktionen mit applizierten Messingblechen, die zum Teil brüniert, zum Teil blank verwendet wurden. Den Weg um den Kapellenraum herum säumt der von Ludek Tichy gestaltete Kreuzweg in Form von expressiven Holzreliefs.

Insgesamt wurde die Konzeption des Kirchenraums in enger theologischer Abstimmung mit Erzbistum und Kirchengemeinde gemeinsam entwickelt. Die Lichtplanung durch Corinna Arens und Dorette Faulhaber wurde mit dem Deutschen Lichtdesign-Preis 2016 ausgezeichnet.

Auszeichnungen:

  • Gestaltungspreis 2014 - Baukultur in Deutschland (Wüstenrot Stiftung), Anerkennung
  • Deutscher Lichtdesign-Preis 2016 (Lichtdesign-Preis GmbH), Kategorie Kulturbauten, Preisträger

Autor*in: KISSLER + EFFGEN / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 07.04.2025

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Architektur Öffentliche Gebäude Sakralbauten
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