40882 Ratingen
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Ausgezeichnet
- Baujahr:
- 2004
- Epoche(n):
- Gegenwart
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Das Satteldach des kleinen Hauses in einer typisch kleinstädtischen Siedlung besteht nicht aus den beliebten lasierten Dachziegeln oder künstlichem Schiefer, sondern es wurde mit Aluminiumprofilen beschichtet, die bündig an der Dachkante ohne die übliche Regenrinne enden. Bei der Fassade wäre weißer Klinker oder weiße Putzfassade erwartbar gewesen. Tatsächlich besteht die Fassade aus lichtgrauen Holzfaserzementplatten, die so angebracht wurden, als handelte es sich um vermauerte Ziegel. Auch die Größe von Fenster und Tür dürften zunächst keineswegs erstaunen. Die Unterschiede betreffen lediglich die Farbgebung, denn sämtliche Holzteile wurden rot lasiert.
Was außen purer architektonischer Minimalismus ist, besticht im Innern als klare, räumliche Gestaltung. Natürlich fallen im loftartig gestalteten Eingangsbereich die roten Innentüren, die roten Treppenstufen und das samtene Anthrazit des Bodenbelags auf. Ansonsten sind Wände und Decken weiß verputzt. Der Aufstieg zur Empore hat etwas Theatralisches, passt aber stimmig zum Raumkonzept. Der Wohnbereich öffnet sich zu einer großzügig gestalteten Terrasse. Als seitliche Begrenzung wurde eine Wand aus besagten Holzfaserzementplatten aufgerichtet, damit Wand und Fassade wie aus einem Guss wirken. In Mußestunden wird man hier den eigenen, kleinen Garten bewundern.
Auszeichnungen:
- Auszeichnung guter Bauten 2006 (BDA Düsseldorf), Auszeichnung
Autor*in: Dr. Klaus Englert / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 29.12.2022
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