Fassadenansicht FLOW-Tower

Luftbild FLOW-Tower während des Umbaus

Ansicht FLOW-Tower von der Schmalseite

Detail der Fassade mit geschwungenen Balkonen

Ansicht Fassade Staffelgeschoss

Fassadendetail Balkone mit gelochten Brüstungen

Blick von unten auf die geschwungenen Balkone

Innenansicht Wohnung

BDI-Hochhaus vor dem Umbau

Lageplan FLOW Tower

Grundriss Wohnungen

Grundriss 9.OG

Querschnitt

Querschnitt

FLOW Tower - Umnutzung BDI-Hochhaus

Gustav-Heinemann-Ufer 82, 50968 Köln

Legende für Merkmale

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IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

1978 / 2017 (Revitalisierung)

1950er-70er Jahre
Gegenwart

JSWD Architekten
(Revitalisierung 2017)
Claus Winkler
(Ursprungsbau)
Johannes Böttger | jbbug - büro urbane gestalt
(Außenanlagen 2017)

Tauton Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gustav-Heinemann-Ufer KG, eine Projektgesellschaft der ABG-Gruppe sowie der Garbe Immobilien-Projekte GmbH
(Revitalisierung 2017)

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Objekte gesamt: 2010

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FLOW Tower - Umnutzung BDI-Hochhaus

Im Jahr 2012 wurde entschieden, das Grundstück des ehemaligen Sitzes des BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) am linken Rheinufer in Köln in ein neues, autofreies Wohnquartier umzuwandeln. Das Kölner Architekturbüro JSWD wurde beauftragt, das bestehende Bürohochhaus aus den 1970er Jahren (Architekt: Claus Winkler) für Wohnzwecke umzuplanen sowie bauphysikalisch und brandschutztechnisch zu ertüchtigen. Im Rahmen der Revitalisierung des schon lange leerstehenden Altbaus sind nun 132 Wohnungen entstanden. Das Gebäude trägt seit dem Umbau den Namen „FLOW Tower.“

Die geschwungene Hochhausscheibe wurde zunächst umfassend entkernt. Die vorhandenen, tragenden Stahlstützen in der Fassadenebene (Raster 1,60 m) wurden freigelegt. Die asbesthaltige Fassadendämmung wurde fachgerecht entsorgt. Die ursprüngliche Wetterhülle war aus bauphysikalischen, energetischen und funktionalen Gründen nicht zu halten. Die gestalterischen Grundzüge der Fensterbänder wurden aber in die neue Gestaltung übernommen.

Das Gebäude wird nach wie vor durch zwei Erschließungskerne aus Stahlbeton ausgesteift. Während der Hauptkern rautenförmig in der Mitte des Gebäudes positioniert ist, liegt der kleinere, dreieckige Kern an der südlichen Stirnseite. Die Wände der Erschließungskerne und -flure wurden damals im Innen- und Außenraum mit einer aufwändig gestockten Sichtbeton-Oberfläche versehen. Im Rahmen der Sanierung konnte auch dieses markante Gestaltungsmerkmal partiell erhalten werden.

Der Hauptzugang in das im Grundriss zweigeteilte Gebäude erfolgt von der Rheinseite bzw. vom Innenhof aus. Gemäß der Bestandssituation wird der vorhandene Höhenunterschied zum Gelände über flache Treppen und Rampenanlagen überwunden.

Vielfältige Wohnungstypen gruppieren sich um die beiden Erschließungskerne. Sämtliche Wohneinheiten werden in den Obergeschossen über innenliegende notwendige Flure entlang der ursprünglichen Kernwände erreicht. Das neue Staffelgeschoss hat einen umlaufenden Dachrand, der den Grundriss des Bestandsbaus nachführt. Während in den Regelgeschossen mehrheitlich 2-4 -Zimmerwohnungen mit geschwungenen Balkonen entstanden sind, werden im neuen Staffelgeschoss vier großzügige Penthäuser mit Dachterrassen untergebracht.

Die raumhohe Verglasung des Erdgeschosses blieb erhalten. Die große Raumhöhe wurde durch den Einzug einer Empore genutzt. Als besondere Wohnform konnten hier 3-geschossige „Stadthäuser“ als Haus-im-Haus entstehen, da die Gärten auf der Stadtseite eine Ebene tiefer liegen.
Die neue Fassadenkonstruktion trägt den besonderen Abhängigkeiten der Wohnnutzung Rechnung.

Das immer schon als Wahrzeichen wahrgenommen Gebäude im Kölner Stadtteil Bayenthal erhielt im Rahmen der Sanierung ein zeitgemäßes Gesicht. Die Stirnseiten des Gebäudes haben ihre schlanke, dynamische Wirkung behalten. Die neue Fassade interpretiert die ursprüngliche Bandfassade neu: weiße Brüstungsbänder aus Metall umgeben das Gebäude und wölben sich auf den Längsseiten im Bereich der geschossweise versetzten Balkone nach außen. Die Brüstungen sind hier gelocht ausgeführt. Die Form der Balkone bedient sich konsequent einer gebogenen Formensprache und unterstreicht damit die Dynamik des Baukörpers. Die neuen Freisitze bieten u.a. eine weite Aussicht über den Rhein bis zum Siebengebirge. Die Fensterrahmen und die geschlossenen Fassadenpaneele sind im Kontrast zu den weißen Brüstungsbändern in einem warmen Farbton gehalten. Im Bereich der Balkone sowie im gesamten 10. und 11. Obergeschoss sind die Verglasungen bodentief.

Autor: JSWD Architekten / Redaktion baukunst-nrw

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Kategorien:
Architektur » Wohnbauten » Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen

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