baukunst-nrw

Merveldter Hof

Giebelansicht mit ´Specklagen´
Gartenansicht

Giebelansicht mit ´Specklagen´
Gartenansicht
Standort
Gossenstraße 10-12
48612 Horstmar
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
16. Jhd.
Epoche(n):
Renaissance
Urheber*in:
Bauherr*in:

Das Herrenhaus ist in seiner heutigen Erscheinung wohl ab 1561 für Johannes von Merveldt aus Ziegeln mit Werksteingliederung unter Verwendung einer älteren Bausubstanz von Block- und Bruchsteinen erbaut.
Der zweigeschossige, zum Teil unterkellerte Rechteckbau hat einen am Ostende nach Süden vorspringenden zweistöckigen Vorbau mit hohem Dreiecksgiebel. Der Ostgiebel des Hauses und die Obergeschoßfront des Vorbaues sind in der Art der niederländischen "Specklagen" mit Wechsel von Ziegel- und Hausteinlagen erbaut. Die heutige Giebelform ist nicht die ursprüngliche. Am Vorbau befindet sich eine stark verwitterte Wappentafel in einer Ädikula. Die ursprüngliche Inschrift nannte Bauherrn und Datum des Baubeginns. Die ursprünglichen Fenster wurden zum Teil versetzt oder zugemauert.
Im Inneren sind zahlreiche Details der alten Ausstattung erhalten geblieben, wie zum Beispiel Kamine oder die Balkendecken. Im Obergeschoß des Südflügels befinden sich noch Reste einer bemalten Decke aus dem 16. Jahrhundert. Der Keller ist reich an Gewölben. In den Steinkreuzfenstern befinden sich vereinzelt Reste älterer Bleiverglasung oder Holzläden.
Das Wirtschaftsgebäude in Fachwerk ist im frühen 17. Jahrhundert errichtet worden, wobei der Giebel mit Toreinfahrt zum Hof weist.
Die hinteren Bereiche wurden um 1800 und nach 1945 zu Wohnzwecken umgebaut. Heute besteht der Hof noch aus einem steinernen Wohnhaus und einem parallel zur Straße stehenden Fachwerk-Wirtschaftsgebäude aus der Zeit um 1600.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 08.04.2008

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Kategorien

Architektur Wohnbauten Herrenhäuser/Villen
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