48149 Münster
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Ausgezeichnet
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Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
- Baujahr:
- 1982 / 2018 (Fassadensanierung)
- Epoche(n):
- Gegenwart
- Urheber*in:
- Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH (Fassadensanierung der Bettentürme)
- Bauherr*in:
- Internet:
- www.klinikum.uni-muenster.de
Nach jahrelanger Planungszeit begann gegen Ende der 1970er-Jahre der Bau des Zentralklinikums mit seinen beiden jeweils 62 Meter hohen, weithin sichtbaren Turmensembles.
Die Turmkomplexe bestehen jeweils aus zwei Zylindern, die mittig über einen quadratischen Eckturm verbunden sind.
1982 fertig gestellt, sind die sogenannten Bettentürme längst Wahrzeichen des Zentralklinikums und fester Bestandteil der münsterschen "Skyline". Die Kosten für den Neubau des Zentralklinikums beliefen sich auf gut eine Milliarde D-Mark.
Die Nutzfläche beträgt über 90.000 Quadratmeter. Bei einer Kapazität von mehr als 1.000 Krankenbetten werden hier jährlich weit über 400.000 Menschen stationär und ambulant versorgt.
Die ursprüngliche Betonfassade der Bettentürme mit ihren umlaufenden Fluchtbalkonen war zuletzt sichtlich in die Jahre gekommen und wurde auch unter energetischen Aspekten bis 2018 durch Kleihues + Kleihues grundlegend erneuert. Hierfür wurde die "Auszeichnung vorbildlicher Bauten 2020" vergeben. Aus der Jurybegründung: "Die Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags von Jan Kleihues und Norbert Hensel überzeugt gleichermaßen gestalterisch wie konzeptionell. Die präzise Detailausbildung der horizontalen Brüstungsbänder aus weiß beschichteten Aluminiumblechen und bündigen Glasflächen mit gebogenen Prallscheiben wirkt architektonisch und technisch ausgereift. Das gestalterische Konzept der Rundtürme mit ihrer horizontalen Gliederung bleibt erhalten und gewinnt sogar an Prägnanz. Die Angleichung der vormals vertikal strukturierten Ecktürme an die horizontale Bänderung schafft ein ruhiges Gesamtbild und stärkt die Ensemblewirkung der Turmbauten."
Auszeichnungen:
- Auszeichnung Vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2020 (Land NRW/Architektenkammer NRW)
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 18.12.2020
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