Rheinbrücke Düsseldorf-Neuss / Bundesstraße 1, 40221 Düsseldorf
1950/51
Stadtbaurat Prof. Friedrich Tamms K. Schaechterle Louis Wintergerst
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Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke, ehemals bekannt als Südbrücke, ist eine wichtige Straßen- und Straßenbahnbrücke über den Rhein, die die südlichen Stadtteile Düsseldorfs mit der Stadt Neuss verbindet. Sie wurde in den Jahren 1950 bis 1951 errichtet und ersetzte die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Vorgängerbrücke, die ursprünglich 1929 für den Verkehr freigegeben worden war.
Die Brücke ist eine geschweißte Hohlkastenbrücke aus Stahl, deren Bauweise typisch für die Brückenarchitektur der unmittelbaren Nachkriegszeit ist. Mit einer Gesamtlänge von 779 Metern, einer Breite von 30,14 Metern und einer Hauptspannweite von 260 Metern gehört sie zu den bedeutenden Rheinquerungen in Nordrhein-Westfalen. Die flache, horizontale Silhouette der Brücke betont ihren funktionalen Charakter, während die hellgrüne Farbgebung sie optisch von den übrigen Mitgliedern der sogenannten „Düsseldorfer Brückenfamilie“ unterscheidet.
Die Brücke ist Teil der Bundesstraße 1 und dient gleichzeitig als Zubringer zur Bundesautobahn 57, wodurch sie eine zentrale Rolle im überregionalen Verkehrsnetz übernimmt. Darüber hinaus verlaufen zwei Straßenbahngleise auf dem Mittelstreifen der Brücke, die von den Stadtbahnlinien 704 und 709 genutzt werden. Damit stellt die Josef-Kardinal-Frings-Brücke nicht nur für den motorisierten Individualverkehr, sondern auch für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eine unverzichtbare Verbindung zwischen den beiden Rheinufern dar.
Im Jahr 2006 erhielt die Brücke ihren heutigen Namen zu Ehren von Josef Kardinal Frings (1887–1978), dem aus Neuss stammenden Erzbischof von Köln, der durch seine Rolle in der deutschen Nachkriegsgeschichte eine herausragende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens war.
Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke zeichnet sich – im Vergleich zu den anderen Düsseldorfer Rheinbrücken – durch ihre technisch-konservative Bauweise, ihren voluminösen Hohlkastenquerschnitt sowie durch eine starke Verkehrsbelastung aus. Ihr zurückhaltendes, funktional geprägtes Erscheinungsbild steht dabei im Kontrast zur expressiveren Formensprache der jüngeren Schrägseilbrücken Düsseldorfs.
Trotz ihrer eher nüchternen Gestaltung bleibt die Josef-Kardinal-Frings-Brücke ein zentraler Bestandteil der städtischen Infrastruktur im Düsseldorfer Süden und ein bedeutendes Zeugnis des frühen Brückenbaus in der Bundesrepublik Deutschland.
Seit 2024 wird die Josef-Kardinal-Frings-Brücke umfangreich instand gesetzt, um ihre Verkehrssicherheit weiter zu gewährleisten. Aufgrund festgestellter Schäden gelten Tempolimits sowie eine Gewichtsbeschränkung von 7,5 Tonnen. Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise unter laufendem Verkehr und betreffen unter anderem Fahrbahnbeläge, Entwässerung und den Korrosionsschutz.
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 23.07.2025
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