Fliedner Dorf

Fliednerstraße 2, 45481 Mülheim an der Ruhr

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Dieses Objekt gehört zur Route der Wohnkultur.

1987–1994

Gegenwart

Aribert Riege
Rob Krier
Architekt Peter Kulka
Eckhart Feddersen
Hinrich Baller

Theodor-Fliedner-Stiftung

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Objekte gesamt: 2010

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Fliedner Dorf

Eine Gemeinschaft zu gründen, in der Menschen mit und ohne Behinderungen, alte und junge Menschen gleichberechtigt zusammenleben, war das ambitionierte Ziel des Konzeptes von Klaus Hildemann, Leitender Direktor der Theodor Fliedner Stiftung. Dabei setzte er auf sechs renommierte Architekten, die er in den 1980er Jahren beauftragte, das Theodor Fliedner Dorf mit ganz unterschiedlichen Bauformen und Charakteristika zu gestalten.
Im Sommer 1994 wurde das aus Mitteln der sozialen Wohnraumförderung mitfinanzierte Dorf in seiner heutigen Form vollendet. Nahe dem Stadtteil Mülheim-Selbeck leben seither etwa 600 Menschen in 30 Gebäuden. Jeweils etwa ein Drittel der Bewohner des Dorfes sind Menschen mit Behinderung, Menschen ohne Behinderung und alte Menschen.
Es ist ein lebendiges Dorf der kurzen Wege entstanden, dessen Eindruck bisweilen malerisch, zum Teil verspielt und durchweg freundlich ist. Typische Aspekte eines Dorfes wurden in die Planung der Siedlung eingebracht. Es gibt ein „Rathaus“, in dem Kulturveranstaltungen stattfinden, einen Marktplatz, eine kleine Kirche sowie einen Laden. Die angebotenen Wohnformen im Dorf sind sehr unterschiedlich. Alte Menschen können entscheiden, ob sie eine individuelle Lebensweise bevorzugen oder in Wohngemeinschaften leben möchten. Menschen mit Behinderungen leben mit individueller Assistenz allein, zu zweit oder in Wohngemeinschaften.
Das Dorf in seiner Gestalt und Gemeinschaft hat Aufmerksamkeit erregt: Internationale Besuchergruppen kommen, um dessen Modellcharakter zu studieren.

Autor: Route der Wohnkultur

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Kategorien:
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Stadtplanung » Platz- und Quartiersplanung

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