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Burg Kempen

Burg Kempen, Südansicht
Südturm
Ostansicht
Ostansicht
Südwestansicht
Westflügel mit Portal
Brücke Westflügel
Portal
Portal Detail, Statue Thomas von Kempen
Portal
Doppelwappen über dem Portal
Blick in den Graben, Nordwestansicht
Blick in den Graben, Südostansicht
Turm
Kranzgesims am Turm
Nordansicht
Nordansicht
Grundriss der rekonstruierten Burg, ca. 1858
Südansicht um 1892
 Zeichnung der Burg Kempen als Ruine, 1858
Aufriss der rekonstruierten Burg Kempen, 1858

Burg Kempen, Südansicht
Südturm
Ostansicht
Ostansicht
Südwestansicht
Westflügel mit Portal
Brücke Westflügel
Portal
Portal Detail, Statue Thomas von Kempen
Portal
Doppelwappen über dem Portal
Blick in den Graben, Nordwestansicht
Blick in den Graben, Südostansicht
Turm
Kranzgesims am Turm
Nordansicht
Nordansicht
Grundriss der rekonstruierten Burg, ca. 1858
Südansicht um 1892
 Zeichnung der Burg Kempen als Ruine, 1858
Aufriss der rekonstruierten Burg Kempen, 1858
Standort
Thomasstraße 20
47906 Kempen
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
1396-1400 / um 1643 (Umgestaltung) / 1861-1863 (Umbau) / 1934 (Innenumbau)
Epoche(n):
Gotik, Historismus
Urheber*in:
Heinrich Wiethase (Umbau 1861-1863)
(Umgestaltung um 1643)
Johann(es) Hundt (1396-1400)
Bauherr*in:

Die Burg Kempen befindet sich im nordöstlichen, historischen Kern der Stadt Kempen im Kreis Viersen. Als ehemalige kurkölnische Landesburg war sie zum Schutz des Territoriums der Erzbischöfe von Köln erbaut worden. Sie zählt neben den Burgen in Lechenich, Linn und Zülpich zu den letzten vier im Rheinland erhaltenen kurkölnischen Landesburgen des 14. Jahrhunderts.

Der erhaltene, zweigeschossige Winkelbau mit hohem Kellergeschoss, ausgebautem Dachgeschoss, drei Rundtürmen und einer Toreinfahrt mit Torturm geht auf einen Vorgängerbau des 14. Jahrhunderts zurück.

Dieser Vorgängerbau war erstmals 1352 erwähnt worden. Unter Erzbischof Friedrich von Saarwerden errichtete J. Hunt zwischen 1396 und 1400 eine Anlage mit Vorburg, Hauptburg und Bastion. Als Kastellanlage hatte sie vier Ecktürmen und war von einem Wassergraben umgeben.

Um 1643 ließ Erzbischof Ferdinand von Bayern die Burg in eine Residenz im Stil der Spätrenaissance umbauen. Der Umbau erfolgte unter der Bauleitung von Johann Constantin von Neukirch, genannt Nievenheim.

Anfang des 19. Jahrhunderts kaufte der Seidenfabrikant Peter von Loewenich die Residenz. Er ließ den Nordflügel abreißen und die Bastion schleifen. Bei einem Brand 1851 wurde die Residenz so stark zerstört, dass sie bis auf die Umfassungsmauern abbrannte. Daraufhin erwarb die Stadt Kempen 1857 das Gebäude und ließ es in eine Schule umbauen.

Dieser Wiederaufbau erfolgte von 1861 bis 1863 unter dem Baumeister Heinrich Wiethase und dem Königlichen Regierungs- und Baurat Carl Albert Krüger. Die Überreste der Anlage wurden entkernt, es gab umfangreiche Ausbauarbeiten und die Vorburg wurde abgebrochen, um einen Schulhof zu gestalten. Im Zuge der Arbeiten wurden Veränderungen im neugotischen Stil vorgenommen. Dazu gehörten das Dach des Torturms mit Staffelgiebel, das Wehrganggeschoss über einem Spitzbogenfries und die Türme mit Zinnenbekrönung über Maßwerkkonsolfriesen.

1934 wurde das Innere der Burg für Büros umgenutzt und der Dachboden ausgebaut. Nur der Gewölbekeller blieb in seiner ursprünglichen Form erhalten. Seit 1939 ist die Burg im Besitz der Kreisverwaltung und steht seit 1983 unter Denkmalschutz. Heute sind dort das Stadtarchiv Kempen, das Viersener Kreisarchiv, die Geschäftsstelle des Kulturraums Niederrhein und die Kreisvolkshochschule untergebracht.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 09.08.2023

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