baukunst-nrw

Eis- und Schwimmstadion Lentpark

Innenansicht Eishalle mit Raumfachwerk
Eishochbahn Lentpark
Innenansicht Schwimmhalle Lentpark
Sonnenlamellen am Lentpark

Innenansicht Eishalle mit Raumfachwerk
Eishochbahn Lentpark
Innenansicht Schwimmhalle Lentpark
Sonnenlamellen am Lentpark
Standort
Lentstr. 30
50668 Köln
Baujahr:
2011
Epoche(n):
Gegenwart
Urheber*in:
Bauherr*in:

In zwei Jahren Bauzeit entstand das neue Eis- und Schwimmstadion Lentpark nach Entwürfen von Schulitz Architektur + Technologie. Im Gebäudekomplex sind eine Eishalle, eine Schwimmhalle mit Sportbecken und Lehrschwimmbecken, eine Saunalandschaft und Gastronomie untergebracht. Zudem führt eine Eishochbahn als Rundkurs durch alle Gebäudeteile. Östlich des Gebäudes schließt sich eine Freibadanlage an.
Der flache Baukörper des Lentparks ist komplett verglast und erhebt sich auf einem dreieckförmigen Grundriss mit abgerundeten Ecken. Auf der Nordwestseite liegt die 1.800 Quadratmeter große tiefer gelegene Eisfläche, auf der Südostseite der Schwimmbereich mit 25-Meter-Becken nebst Lehrschwimmbecken. Beiden Bereichen zugeordnet sind die Servicezonen der Umkleiden und der Gastronomie. Zentral liegt auch die Eingangshalle, von der man direkt in die Gastronomie im Obergeschoss sowie in die Umkleiden, von denen aus auch die Saunalandschaft erschlossen wird, gelangt. Der parkähnliche Außenraum bietet Platz für einen Naturbadeteich sowie Liege- und Erholungsbereiche.
An der Innenseite der Fassade verläuft die Eishochbahn, die in 4,50 Meter Höhe den gesamten Bau auf 260 Metern umfährt. Sie ist mit der Eishalle räumlich verbunden und im Bereich des Schwimmbades nur durch ein transparentes, hochgedämmtes Glasband getrennt. Das als Netzstruktur geplante Dachtragwerk der Halle hält die Hochbahn stützenfrei und erlaubt direkte Aus- und Einblicke.
Zu einem Höchstmaß an Transparenz beim Eis- und Schwimmstadion Lentpark trägt auch die komplett verglaste Gebäudehülle bei: Außenliegende Lamellen reduzieren den sommerlichen Wärmeeintrag und unerwünschte Blendwirkung im Innern des Stadions.
Eine Vernetzung der technischen Anlagen erlaubt es, die vermeintlich widersprüchlichen klimatischen Anforderungen der Eis- und Schwimmhalle synergetisch zu nutzen und besonders energieeffizient zu betreiben. Das Schwimmbecken wird mit der Abwärme der Kältemaschine geheizt. Die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlagen hat einen Wirkungsgrad von über 85 Prozent. Auf dem Dach befindet sich eine großflächige Photovoltaikanlage.

Autor*in: Schulitz + Partner Architekten / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 19.03.2021

Objektkommentare

Kategorien

Ingenieurbau Tragwerk
Architektur Öffentliche Gebäude Sportbauten
Loading…
Loading the web debug toolbar…
Attempt #