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Bürgermeisterhäuser Bad Salzuflen

Bürgermeisterhäuser Bad Salzuflen
Bürgermeisterhäuser Bad Salzuflen am Marktplatz
Bürgermeisterhäuser Bad Salzuflen
Bürgermeisterhaus am Markt 34 mit imposantem Ziergiebel
EG Bürgermeisterhaus mit spitzbogigem Einfahrtstor
Haus Giessenbier, am Markt 32
Giebel Haus Giessenbier, am Markt 32

Bürgermeisterhäuser Bad Salzuflen
Bürgermeisterhäuser Bad Salzuflen am Marktplatz
Bürgermeisterhäuser Bad Salzuflen
Bürgermeisterhaus am Markt 34 mit imposantem Ziergiebel
EG Bürgermeisterhaus mit spitzbogigem Einfahrtstor
Haus Giessenbier, am Markt 32
Giebel Haus Giessenbier, am Markt 32
Standort
Am Markt 32, 34
32105 Bad Salzuflen
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
1533 / 1564
Epoche(n):
Renaissance
Urheber*in:
Bauherr*in:

Im 16. Jahrhundert wurden in Bad Salzuflen in exponierter Lage direkt gegenüber dem Rathaus im zeitlichen Abstand von etwa 30 Jahren die benachbarten Häuser „Am Markt 32“ und „Am Markt 34“ errichtet. Die prachtvollen Wohnhäuser zweier Bürgermeisterfamilien wurden im Stil der Weserrenaissance erbaut.
Das jüngere Haus „Am Markt 34“ diente fast dreihundert Jahre als Wohnhaus der Bürgermeister- und Kaufmannsfamilie Brackhusen und wird aufgrund dessen auch als „Bürgermeisterhaus“ bezeichnet.
Johann Brackhusen ließ das vergleichsweise hohe aber schmale Steingiebelhaus im Jahr 1564 durch den Lemgoer Baumeister Heinrich Overkotte errichten. Das dreigeschossige Haus setzt sich aus einer steinernen zweigeschossigen Halle und einem aufgesetzten Wohngeschoss zusammen. Darüber befindet sich das Dachgeschoss mit einem hohen Schmuckgiebel.
Das Haus ist auf der rechten Seite mit einem spitzbogigen Einfahrtstor versehen. Die linke Fassadenseite ist durch den aus der Frontfassade hervortretenden zweigeschossigen Erker geprägt, der später nach unten zur Auslucht erweitert wurde.
Um 1580 wurde das Bürgermeisterhaus mit dem prachtvollen Schmuckgiebel versehen. Der Ziergiebel, hinter dem sich der Dachraum verbirgt, ist als fünfgeschossiger Stufengiebel ausgeführt. Die einzelnen Giebelstufen sind mit schneckenförmig gewundenen Verzierungen, sogenannten Voluten verziert.
Der Giebel wird horizontal durch profilierte Kaffgesimse in fünf Giebelgeschosse gegliedert. Diese sind mit zahlreichen teilweise blinden Rundbogenfenstern zwischen kannelierten Pilastern – flache nur wenig hervorspringende Wandpfeiler - versehen. Gekrönt wird der Giebel durch drei steinerne Figuren.
Das etwas ältere Nachbarhaus „Am Markt 32“ ließ der Bürgermeister Jobst Giessenbier 1533 errichten. Das Bruchsteingebäude mit seinen zwei Wohngeschossen und dem hohen Giebel steht auch heute noch auf den originalen Gründungspfählen aus Eiche. Der viergeschossig gestaffelte Giebel ist durch angedeutete Kaffgesimse horizontal gegliedert und weist insgesamt sechs kleine Fensteröffnungen auf. Die sonst schmucklosen Giebelgeschosse sind mit schneckenförmig gewundenen Verzierungen und Obelisken als äußere Abschlüsse geschmückt. Das Gebäude hat eine auffallende Ähnlichkeit mit dem gegenüberliegenden Rathausgebäude.
Die beiden Baudenkmäler „Am Markt 34 und 32“ zählen zu den prächtigsten und bedeutendsten städtischen Bürgerhäusern aus der Zeit der Renaissance in Lippe.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 16.09.2024

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