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Neubau Haus des Lernens

Schrägluftbild aus Blickrichtung Norden
Schrägluftbild aus Blickrichtung Osten
Schrägluftbild aus Blickrichtung Süden
Schrägluftbild aus Blickrichtung Westen

Schrägluftbild aus Blickrichtung Norden
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Schrägluftbild aus Blickrichtung Süden
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Standort
Raadter Str. 121
45149 Essen
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
Baujahr:
2012-2014
Epoche(n):
Gegenwart
Urheber*in:
brandenfels landscape + environment (Landschaftsarchitektur)
Bauherr*in:

Das nach einer zweijährigen Bauzeit im Jahr 2014 fertiggestellte Haus des Lernens markiert als Neubauvorhaben einen weiteren Schul- und Kitastandort im Essener Stadtteil Haarzopf.

Die Entstehung des Bauvorhabens war Teil eines städtischen Schulentwicklungsprozesses, bei dem zwei bestehende Grundschulen zusammengeführt und um eine Kindertagesstätte ergänzt wurden. Ein vorausgegangener Beteiligungsprozess mit Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften ermöglichte es, vielfältige Perspektiven in die Planung einzubinden. Das Haus des Lernens ist ein architektonisch und pädagogisch zukunftsweisender Bildungsbau, der Schule, Kindertagesstätte und offenen Ganztag in einem Baukörper vereint. Die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik, Planer- und Nutzer*innen gilt als beispielhaft für zeitgemäße Bildungsbauten.

Unter der planerischen Leitung des als Wettbewerbssieger hervorgegangenen Planungsbüros Schmersahl-Biermann-Prüßner aus Bad Salzuflen entstand ein nach gegenwärtigen Anforderungsprofilen energetisch nachhaltiger, kosteneffizienter und vielseitig anpassbarer Schulbau.

Die Planer*innen setzten das Konzept eines zweigeschossigen, kompakten Baukörpers mit quadratischer Grundfläche um, der sich durch seine funktionale Klarheit, ökonomische Effizienz und gestalterische Zurückhaltung auszeichnet. Während die Räumlichkeiten der Grundschule im Obergeschoss angeordnet sind, befinden sich die Kindertagesstätte, der offene Ganztag, das Forum, Verwaltungsräume sowie die Küche im Erdgeschoss. Das zentrale, lichtdurchflutete Atrium bildet das kommunikative Zentrum des Schulbaus. Es schafft eine geschossübergreifend offene Atmosphäre, fördert die Begegnung und fungiert als multifunktionaler Raum, der für unterschiedliche Aktivitäten genutzt werden kann. Die Klassenräume des durchgängig barrierefrei geplanten Gebäudes sind entlang der durch große Fensteröffnungen unterbrochenen Außenwände positioniert. Die äußere Gestalt des Gebäudes ist von den präsenten und einheitlich proportionierten Fensteröffnungen und der hellen, erdfarbigen Klinkerfassade geprägt.

Die hauseigene Kindertagesstätte verfügt über 60 Plätze in drei Gruppen und verfolgt einen situationsbezogenen pädagogischen Ansatz, der die individuellen Interessen, Bedürfnisse und Lebenssituationen der Kinder aufgreift. Die Gestaltung der Räume orientiert sich an kindlichen Bedürfnissen nach Bewegung, Rückzug, Kreativität und forschendem Lernen.

Die Außenanlagen bieten vielfältige Bewegungs- und Spielmöglichkeiten, darunter ein Wasserspielplatz, ein mehrteiliges Klettergerüst sowie ein großer Bewegungsraum im Innenbereich.
Mit dem Haus des Lernens hat die Stadt Essen ein pädagogisch wie architektonisch überzeugendes Modell verwirklicht, das den Anspruch auf gemeinsames Lernen, soziale Integration und nachhaltiges Bauen in vorbildlicher Weise einlöst.

Auszeichnungen:

  • Schulbaupreis Nordrhein-Westfalen 2018 (Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW / AKNW)

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 26.03.2025

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Architektur Öffentliche Gebäude Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen