baukunst-nrw

Neue Mitte Kamp-Lintfort

Quartiersplatz, Fördergerüst und ehemalige Betriebsgebäude
Quartiersplatz, Zuwegung und Bepflanzung
Quartiersplatz, Fördergerüst und ehemalige Betriebsgebäude
Quartiersplatz vor Kulisse des Förderturms
Quartiersplatz, Draufsicht mit Pflaster- und Bepflanzungsstruktur
Quartiersplatz, begehbares Wassperspiel
Quartiersplatz, begehbares Wassperspiel
Quartiersplatz, begehbares Wassperspiel
Quartiersplatz, Detailbild Sitzbänke
Quartiersplatz, Detailbild Bodenbeläge

Quartiersplatz, Fördergerüst und ehemalige Betriebsgebäude
Quartiersplatz, Zuwegung und Bepflanzung
Quartiersplatz, Fördergerüst und ehemalige Betriebsgebäude
Quartiersplatz vor Kulisse des Förderturms
Quartiersplatz, Draufsicht mit Pflaster- und Bepflanzungsstruktur
Quartiersplatz, begehbares Wassperspiel
Quartiersplatz, begehbares Wassperspiel
Quartiersplatz, begehbares Wassperspiel
Quartiersplatz, Detailbild Sitzbänke
Quartiersplatz, Detailbild Bodenbeläge
Standort
Friedrich-Heinrich-Allee 64
47475 Kamp-Lintfort
  • Auszeichnung Ausgezeichnet

Mit der Stilllegung des RAG Bergwerk West (Zeche Friedrich Heinrich) begann die großflächige Transformation des ehemaligen Zechengeländes, welches als Ausstellungsort der Landesgartenschau 2020 im Fokus der städtebaulichen und landschaftsplanerischen Entwicklung Kamp-Lintforts stand.

Bereits im Jahr 2012 erkannte die Stadt Kamp-Lintfort das Entwicklungspotenzial der innerstädtischen Konversionsfläche der Zeche Friedrich Heinrich und initiierte ein Ideenverfahren zur Entwicklung eines Masterplans. Dieser sah die landschaftsplanerische Überformung der östlichen Teilfläche des Areals vor und wurde im Rahmen der Landesgartenschau 2020 dauerhaft zum Zechenpark umgestaltet. Seitdem trägt dieser als gestaltgebendes Element der „Grünen Mitte“ wesentlich zur Freizeit- und Erholungsinfrastruktur der Stadt bei. Auf der westlichen Teilfläche soll in den kommenden Jahrzehnten ein urbanes Wohnquartier entstehen.

Die freiräumliche Gestaltung des Zechenparks zeichnet sich durch eine klare, reduzierte Formensprache aus. Das Konzept setzt auf eine Komposition aus begrünten Aufschüttungen aus angefallenem Bauschutt, vernetzten Wegeverbindungen und großzügigen Platzstrukturen. Insgesamt wurden 20 Hektar des Areals entsiegelt, Wiesenflächen angelegt und mehr als 800 Bäume gepflanzt. Die Auswahl der Baumarten berücksichtigt die schwierigen Standortbedingungen wie hohe Sonneneinstrahlung, bauschuttdurchsetzte Böden und großflächige Fundamentreste.

Im Zentrum des geplanten Quartiers liegt der von den Planer*innen von „bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau“ realisierte Quartiersplatz. Neben klassischen Aufenthaltsangeboten vermittelt der längs ausgerichtete Platz zwischen der straßenseitigen Bebauung der Fördertürme und den anschließenden Freiflächen. Er schafft einen städtebaulichen Übergang zwischen Park und Quartier und verknüpft so historische und neue Strukturen. Seine rhythmische Gestaltung der Baumbepflanzung und die Integration begrünter Flächen und Sitzgruppen bietet vielseitige Aufenthaltsangebote.

Ein besonderer gestalterischer Akzent wird durch das Wasserspiel auf dem Quartiersplatz gesetzt, das in den durchgängigen Platzbelag integriert wurde. Die Gestaltung orientiert sich an den charakteristischen geologischen Schichtungen des Niederrheins und übersetzt diese in eine gestalterische Reliefstruktur aus flachen Kaskaden. Diese bewirken nicht nur einen abwechslungsreichen Wasserfluss, sondern schaffen auch eine erlebbare, interaktive Wasserspielfläche. Zudem wurden auf dem Quartiersplatz und der Promenade ein wasserdurchlässiger Belag verwendet, um die zusätzliche Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen.

Auszeichnungen:

  • nrw.landschaftsarchitektur.preis 2022 (BDLA NRW), Preisträger

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 27.02.2025

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Kategorien

Landschaftsarchitektur Straßen und Plätze