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Revitalisierung ehemaliges Hertie-Kaufhaus in Lünen

Ehemaliges Hertie-Kaufhaus in Lünen
Umgebautes Hertie-Kaufhaus in Lünen
Umgebautes Hertie-Kaufhaus in Lünen
Südfassade ehemaliges Hertie-Kaufhaus in Lünen
Wohnungen an der Südseite des Komplexes
Hertie-Kaufhaus vor dem Umbau

Ehemaliges Hertie-Kaufhaus in Lünen
Umgebautes Hertie-Kaufhaus in Lünen
Umgebautes Hertie-Kaufhaus in Lünen
Südfassade ehemaliges Hertie-Kaufhaus in Lünen
Wohnungen an der Südseite des Komplexes
Hertie-Kaufhaus vor dem Umbau
Standort
Marktstraße 7
44532 Lünen
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1968-1969 / 2014-2017
Epoche(n):
1950er-70er Jahre, Gegenwart
Urheber*in:
Bauherr*in:

Das 1969 eröffnete Hertie-Warenhaus am Willy-Brandt-Platz prägte mit rund 2.500 Quadratmetern Grundfläche über Jahrzehnte die Innenstadt von Lünen. Der fünfgeschossige Stahlbetonskelettbau in zentraler Lage bildete den südlichen Raumabschluss des Willy-Brandt-Platzes. Nach der Schließung im Jahr 2009 aufgrund der Insolvenz des Mutterkonzerns entstand ein erheblicher Leerstand im Herzen der Stadt. Infolgedessen war die Stadt Lünen zum Handeln gezwungen, um eine Abwertung des Innenstadtquartiers zu verhindern.

Im Rahmen einer umfassenden Innenstadtentwicklungsstrategie entschied man sich nach Prüfung verschiedener Optionen für den Umbau des Gebäudes im Bestand. Die bestehende Gebäudekonstruktion erwies sich als vorteilhaft für eine Revitalisierung. Ein Einschnitt in der Mittelachse sorgte für bessere Belichtung und ermöglichte die Integration einer Dachterrasse. Das Ergebnis war eine mischnutzbare Immobilie, die moderne Anforderungen erfüllt. Nach der Fertigstellung im Jahr 2017 beherbergte das ehemalige Kaufhaus neben einem Sportgeschäft, Gastronomiebetrieben, einer Bank und Arztpraxen auch ca. zwanzig hochwertige Mietwohnungen.

Die Umnutzung des ehemaligen Kaufhauses gilt als ein Vorzeigeprojekt für die innerstädtische Revitalisierung mit einem großen Bauvolumen. Die Kombination aus baulichem Teilrückbau, funktionaler Neuausrichtung und einer klaren städtebaulichen Strategie zeigt, wie alte Bausubstanz auch in einer solchen Dimension erfolgreich in zeitgemäße Architektur umgewandelt werden kann. Besonders hervorzuheben ist das vorausschauende Handeln der Stadt Lünen, die den Prozess aktiv steuerte und so eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung förderte.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 29.10.2024

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