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St. Lambertus in Oberhundem

St. Lambertus
Oberhundem

St. Lambertus
Oberhundem
Standort
Rüsper Str. 5
57399 Kirchhundem
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
um 1000 (Turm) / 1769-1771
Epoche(n):
Romanik, Barock
Urheber*in:
Ignatius Gehly (Neubau 1769-1771)
Johann Eberhard Schweickardt (Ausstattung 1770-1775)
Bauherr*in:

Die denkmalgeschützte Kirche St. Lambertus ist eine barocke Saalkirche mit romanischem Turm und befindet sich in Oberhundem, einem Dorf in der Gemeinde Kirchhundem im Kreis Olpe.

Das schmale Kirchenschiff des Vorgängerbaus war nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) schwer beschädigt, sodass dieser Kirchenbau abgebrochen wurde. Zwischen 1769 bis 1771 wurde die dreijochige Saalkirche mit einjochigem, dreiseitig abschließendem Chor unter der Bauleitung von Ignatius Gehly errichtet. Gehly leitete auch den Neubau der Wirtschaftshofanlagen des Klosters Grafschaft in Schmallenberg zwischen 1765 und 1786.

Mit den Strebepfeilern und langgezogenen Fenstern weist der verputzte Kirchenbau gotisierende Elemente auf. Vergleichbare gotisierende Kirchen sind Mariä Heimsuchung in Kohlhagen und St. Katharina in Heinsberg. Der Westturm ist aus romanischer Zeit. Diese Datierung unterstützt der niedrige, halbrunde Türbogen im Turm. Die Kirche ist nach Nordosten gerichtet. Im Nordosten rahmt die eingeschossige, flachgedeckte Sakristei an drei Seiten den Chor.

Der Innenraum ist in drei Joche mit Kreuzgratgewölben gegliedert. Diese Gewölbe werden von spitzbogigen Gurten über flachen Wandpilastern unterteilt. Ein großer Teil der einheitlichen barocken Ausstattung stammt von Johann Eberhard Schweickardt. Die Arbeiten wurden zwischen 1770 und 1775 ausgeführt. Dazu gehören der Hauptaltar mit hohem Säulenretabel, die zwei Seitenaltäre, die pokalförmige Taufe, die Kanzel und die Beichtstühle.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 08.11.2022

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