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Zentrale der Westdeutschen Lotterie GmbH

Betriebsgebäude und Hauptgebäude aus den 1950er Jahren
Betriebsgebäude und Hauptgebäude aus den 1950er Jahren
Betriebsgebäude aus den 1950er Jahren
Betriebsgebäude aus den 1950er Jahren
Hauptgebäude aus den 1950er Jahren mit Dachaufstockung von 1994
Erweiterungsbauten 1978
Erweiterungsbauten 1978
Erweiterungsbauten 1978
Erweiterungsbauten 1978
Erweiterungsbauten 1978

Betriebsgebäude und Hauptgebäude aus den 1950er Jahren
Betriebsgebäude und Hauptgebäude aus den 1950er Jahren
Betriebsgebäude aus den 1950er Jahren
Betriebsgebäude aus den 1950er Jahren
Hauptgebäude aus den 1950er Jahren mit Dachaufstockung von 1994
Erweiterungsbauten 1978
Erweiterungsbauten 1978
Erweiterungsbauten 1978
Erweiterungsbauten 1978
Erweiterungsbauten 1978
Standort
Weseler Straße 108-112
Münster
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1959 - 1960 / 1978 /1994
Epoche(n):
1950er-70er Jahre
Urheber*in:
Bauherr*in:

Der Entwurf für die Zentrale der neu gegründeten Lotto-Gesellschaft in Münster ging seinerzeit als Sieger aus einem geladenen Wettbewerb hervor. Als Pionierbau auf einer damals noch unbebauten Fläche setzte das Gebäude an dieser Stelle ein architektonisches Zeichen für die Entwicklung einer neuen Dienstleistungsmeile.

Um die Lärmbelastung durch die angrenzende Bundesstraße zu minimieren, platzierte Harald Deilmann das fünfgeschossige Hauptgebäude zurückversetzt auf dem Grundstück. Das vorgelagerte Betriebsgebäude mit introvertierten Räumen beherbergte die manuelle Auswertung der Spielscheine, organisiert in vier zusammenschaltbaren Sälen im Obergeschoss. Zur Realisierung eines stützenfreien Großraums wählte Deilmann ein räumliches Dachtragwerk, das durch Oberlichter sichtbar gemacht wurde.

Das quadratische Grundraster des städtebaulichen Konzepts übertrug Deilmann auf die Fassadenstruktur und die Innenraumgestaltung. Variationen dieses Rasters schaffen eine dynamische Komposition, während flexibel versetzbare Trennwände eine anpassbare Büroorganisation ermöglichten. Die gesamte Konstruktion wurde als Stahlbetonskelettbau ausgeführt.

Material- und Farbkontraste bestimmen die Gestaltung des Gebäudes: Schwarz glasierte Klinker und Aluminiumfenster prägen die Fassade, während die Innenflure mit hellen Klinkern verkleidet wurden. Verkehrsflächen erhielten einen dunklen, lebendig strukturierten Kies-Terrazzo-Belag, während farbliche Akzente gezielt durch bewegliche Fassadenelemente oder textile Vorhänge gesetzt wurden.

Für Deilmann war die Lottozentrale ein prägendes Projekt, da sie ihm die Möglichkeit bot, das architektonische Erscheinungsbild eines Unternehmens zu definieren. In Abstimmung mit Unternehmensgründer Lothar Lammers entstanden über die Jahre mehrere Erweiterungen wie 1978 ein schwarzes Turmgebäude und 1994 die Aufstockung des Verwaltungsgebäudes. Zudem entwickelte Deilmann 1973 das „Ladenbauprogramm 6000“ für sämtliche Lotto-Annahmestellen.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 09.10.2025

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Architektur Gewerbebauten Verwaltungs-/Bürogebäude