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Burghofmuseum Soest

Eingangsportal des Burghofmuseums Soest
Fassade des Haupthauses
Rückansicht Haupthaus des Burghofs aus dem 16. Jh.
Erker am Haupthaus
Romanisches Haus am Burghof
Romanisches Haus am Burghof in Soest, Pollhofstraße
Rundbogenfenster mit zwei eingestellten Säulen
Grabplatten im Garten des Burghofmuseums
Romanisches Haus, Gewölberaum mit Säulenpfeiler
Deckengewölbe im Romanischen Haus

Eingangsportal des Burghofmuseums Soest
Fassade des Haupthauses
Rückansicht Haupthaus des Burghofs aus dem 16. Jh.
Erker am Haupthaus
Romanisches Haus am Burghof
Romanisches Haus am Burghof in Soest, Pollhofstraße
Rundbogenfenster mit zwei eingestellten Säulen
Grabplatten im Garten des Burghofmuseums
Romanisches Haus, Gewölberaum mit Säulenpfeiler
Deckengewölbe im Romanischen Haus
Standort
Burghofstraße 22
59494 Soest
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
um 1200 (romanisches Haus)/13. Jh. (Vorderhaus)/1551-59 (Haupthaus)
Epoche(n):
Romanik, Renaissance
Urheber*in:
Bauherr*in:

Im sogenannten Burghof in Soest, einem ehemaligen Patrizierhof, befindet sich das heutige Burghofmuseum. In den historischen Gebäuden wird die stadtgeschichtliche Sammlung präsentiert, welche Exponate von der Jungsteinzeit bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts umfasst. Bei dem Gebäudeensemble handelt es sich um zwei frühere Wohnbauten, von denen der jüngere etwas abgerückt von der Straße platziert ist und der ältere Bau im Hinterhof als freistehendes Haus liegt. Der Burghof diente als Ministerialensitz der Erzbischöfe zu Köln, bis er im 16. Jahrhundert mehrmals die Besitzer wechselte und ab 1614 bis in das Jahr 1894 in das Eigentum der Familie von Fürstenberg überging. Nachdem der Burghof zeitweise Mietwohnungen beherbergte, fanden bereits 1905 die ersten Ausstellungen dort statt, sodass 1909 schließlich das Burghofmuseum eröffnet wurde

Das ältere Wohnhaus wurde um das Jahr 1200 durch das patrizische Geschlecht von Lo erbaut und wird auch als „romanisches Haus“ bezeichnet. Der zweigeschossige Bruchsteinbau mit Satteldach weist auf der Pollhofstraße einen Treppengiebel auf, der von drei Rundbogenfenstern mit jeweils zwei eingestellten Säulen durchbrochen wird. Im Inneren wird das Erdgeschoss von einem Gratgewölbe überspannt, weshalb das Gebäude auch „Burghofkapelle“ genannt wurde. Neben dem romanischen Haus liegt das ehemalige Vorderhaus aus dem 13. Jahrhundert. Das romanische Haus zählt zu den ältesten erhaltenen Wohnhäusern im Bereich zwischen Rhein und Weser.

Das Hauptgebäude ließ Andreas vom Dael, der zu dieser Zeit der Bürgermeister der Stadt Soest war, in der Zeit zwischen 1551 bis 1559 errichten. Auch das dreigeschossige Haupthaus wurde aus Bruchstein mit einem Satteldach errichtet. Die Fassade wird durch mehrteilige Fenster gegliedert. Im Inneren befindet sich der Rittersaal, in dem die Stuckreliefs der Erbauungszeit erhalten sind, die sich über die Decke, die Wände und den Kamin erstrecken. Dargestellt werden an den Wänden die vier Evangelisten mit dem Apostel Paulus sowie die Geschichte von Judith und Holofernes, während der Kamin mit dem Gleichnis des armen Lazarus gestaltet wurde. Die Reliefs an der Südwand, die eine Kampfszene der Soester Fehde zeigen, schuf der Soester Bildhauer Wilhelm Wulff von 1938 bis 1939.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 03.07.2025

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