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Familienzentrum Hippolytusgarten

Außenansicht Familienzentrum Hippolytusgarten in der Dämmerung
Außenbereich Kita
Innenansicht Familienzentrum Hippolytusgarten, Aufenthaltsbereich
Flur mit Garderobe
Spielbereich mit Zugang zum Außenbereich

Außenansicht Familienzentrum Hippolytusgarten in der Dämmerung
Außenbereich Kita
Innenansicht Familienzentrum Hippolytusgarten, Aufenthaltsbereich
Flur mit Garderobe
Spielbereich mit Zugang zum Außenbereich
Standort
Hippolytusstraße 49
53840 Troisdorf
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
Baujahr:
2019
Epoche(n):
Gegenwart
Urheber*in:
ATELIER BRÜCKNER (Architektur)
Bauherr*in:

Das Familienzentrum Hippolytusgarten in Troisdorf ist Teil eines neuen, dreigliedrigen Ensembles. Zwei Neubauten – ein Pfarrzentrum und das Familienzentrum – sowie eine bestehende Kirche, dienen als neues, offenes Zentrum für die Katholische Gemeinde. Der eingeschossige Bau des Kindergartens schmiegt sich im Süden an die Bebauungsgrenze des Grundstücks an. Im Norden schafft das langgezogene, leicht abgewinkelte Gebäude im Zusammenspiel mit der Kirche und dem Pfarrzentrum eine zentrale, geschützte Grünfläche, zu welcher sich der Kindergarten öffnet. Die zwei Neubauten sind gestalterisch, in Formensprache und Materialwahl, als Einheit gedacht, so dass ein städtebaulicher Dialog entsteht – ein neuer, einladender und attraktiver Anziehungspunkt für viele Menschen.

Das Gebäude entwickelt sich entlang einer zentralen Achse, die als Bewegungszone dient. Davon ausgehend öffnen sich verschiedene Räume: Gruppenräume mit zugehörigen Nebenräumen und jeweils vorgelagerten Umkleiden, großzügige, offene Aufenthaltsflächen, ein Mehrzweckraum sowie eine zentrale Begegnungsfläche mit Frühstücks- und Spielbereich. Eine bewusst zurückhaltende Farb- und Materialgestaltung schafft eine einladende Atmosphäre und lässt den Kindern die Möglichkeit, sich den Raum anzueignen. Innen- und Außenraum werden gestalterisch durch die Holzlamellen zusammengebunden. Zur Straße hin bleibt die Lamellenfassade geschlossen und schafft so Privatsphäre, erlaubt aber gleichzeitig den Blick nach Außen. Großzügige Außenflächen mit unterschiedlichen Qualitäten ergänzen die Räumlichkeiten.

Die Architektur reagiert auf das pädagogische Konzept. Dieses sieht eine Teiloffenheit vor: die drei Gruppen mit Kindern von 0 bis 6 können unabhängig voneinander agieren. Die flexible Raumstruktur lässt aber auch eine gruppenübergreifende Nutzung zu. Sie fördert insbesondere die Freispielphase, in der jedes Kind wählen kann, wo und mit wem es spielt. Im gemeinsamen Spiel – ob drinnen oder draußen – erlernen die Kinder zentrale Regeln und Werte des Miteinanders. Der großzügige Außenbereich mit Spielhof, Wiese, Spielplatz und Abenteuerspielraum bietet den Kindern viele Entfaltungsmöglichkeiten. Die räumliche Nähe zum neuen Pfarrzentrum bindet den Kindergarten in einen größeren Kontext ein und unterstützt die zentrale Bedeutung der Elternarbeit im gesamten Erziehungsprozess der Kinder.

Auszeichnungen:

  • Kita-Preis NRW 2019 (MFKJKS NRW, Architektenkammer NRW), Auszeichung

Autor*in: ATELIER BRÜCKNER, Stuttgart
Text zuletzt geändert am 17.02.2020

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Kategorien

Architektur Öffentliche Gebäude Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen