baukunst-nrw

Villa Hügel

Villa Hügel - Südfassade
Villa Hügel - Südansicht von oben
Villa Hügel - von Norden
Villa Hügel - Nordfassade
Villa Hügel mit Skulptur von Albert Hinrich Hußmann, Bronze, ca. 1914
Speisesaal in der Villa Hügel
Villa Hügel - Historische Ausstellung Krupp
Villa Hügel - Gartensaal mit der Wandteppichfolge "Szenen aus der Apostelgeschichte", 1753 bis 1760
Villa Hügel - Übergang vom Gartensaal ins Kleine Haus

Villa Hügel - Südfassade
Villa Hügel - Südansicht von oben
Villa Hügel - von Norden
Villa Hügel - Nordfassade
Villa Hügel mit Skulptur von Albert Hinrich Hußmann, Bronze, ca. 1914
Speisesaal in der Villa Hügel
Villa Hügel - Historische Ausstellung Krupp
Villa Hügel - Gartensaal mit der Wandteppichfolge "Szenen aus der Apostelgeschichte", 1753 bis 1760
Villa Hügel - Übergang vom Gartensaal ins Kleine Haus
Standort
Hügel 1
45133 Essen
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
1864
Epoche(n):
Historismus
Urheber*in:
Bauherr*in:
Internet:
www.villahuegel.de

Die Villa Hügel diente von 1873 bis 1945 der Industriellenfamilie Krupp als Wohnsitz und Repräsentationsort des Unternehmens. Das Große Haus war einst Hauptwohngebäude der Familie und beherbergt heute die Kulturstiftung Ruhr. Hier finden große, überregionale Kunstausstellungen statt. Im Kleinen Haus informieren Ausstellungen über die Geschichte der Familie und des Unternehmens Krupp sowie die Förderaktivitäten der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die auch Eigentümerin der Villa ist. Die repräsentative Parkanlage lädt zu einem Spaziergang und zum Verweilen ein.

Das neue Wohnhaus, das am 10. Januar 1873 von Alfred und Bertha Krupp mit ihrem Sohn Friedrich Alfred bezogen wurde, verfügte über gewaltige Ausmaße: 399 Räume mit insgesamt 11.100 qm, davon 103 Hauptwohnräume mit 4500 qm. Allein die beiden großen Hallen im Erd- und Hauptgeschoß, um die herum sich die Wohn- und Aufenthaltsräume gruppierten, maßen jeweils 432 qm. Dabei befanden sich die offiziellen Gesellschaftsräume im Erdgeschoss und die privaten Salons und Schlafräume im ersten Stockwerk. Die einzigartige Dachkonstruktion, das weithin sichtbare Belvedere, diente dazu, die fensterlose obere Halle mit Licht zu versorgen. Im Dachgeschoss waren die Dienstboten untergebracht und der Keller beherbergte die Küche sowie die Vorrats- und Wirtschaftsräume. Das Innere des Hauses wurde dem Geschmack Alfred Krupps entsprechend luftig und hell ausgestattet.

Heute präsentiert sich die Villa Hügel im Wesentlichen im Bauzustand von 1915 und ist somit Zeugnis für den gehobenen Wohnstil der damaligen Epoche. Die aus der Zeit von 1500 bis 1760 stammenden flämischen Wandteppiche stellen die bedeutendste Sammlung in deutschem Privatbesitz dar. Das kleine Haus beherbergt die Dauerausstellungen "Krupp heute" sowie die "Historische Sammlung Krupp" mit Dokumenten zur Firmen- und Familiengeschichte. Seit 1955 befindet sich hier auch das Historische Archiv Krupp.

Autor*in: Route der Industriekultur / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 18.03.2024

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