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Haus am See

Ansicht abends

Ansicht abends

Auf einem kleinen Grundstück des ehemaligen Gärtnereigeländes mit altem Baumbestand entstand am Ufer des achtzigjährigen Bewässerungsteichs ein Haus in Einraumtiefe mit offenem Grundriss.
Dabei bilden die Baukörper des südorientierten Haupthauses und der Garage in ihrer gemeinsamen Fuge den Eingang, dessen durchlaufendes Holzdeck sich bis in den Garten am See erstreckt. Durch die Auslagerung des Windfangs in die Fuge bzw. der Garderobe und des Gäste-WCs in den Garagenbaukörper konnte im Erdgeschoss des Haupthauses ein vollkommen freier Grundriss erzeugt werden.
Die Offenheit des Erdgeschosses setzt sich im Obergeschoss fort. Die freitragenden Treppenstufen in einem großzügigen Luftraum verbinden die beiden Wohngeschosse. Innerhalb des Hauses orientieren sich alle Räume entweder zur Sonne im Süden oder zum See im Osten und öffnen sich mit geschosshohen Fensterflächen zum Außenraum. Hinter dem immer gleichen Raster der Fenster stehen in jeder Achse schlanke Stahlstützen von lediglich vier Zentimeter Breite. Zur Inszenierung der Reihung werden die Fenster geschossweise von umlaufenden Aluminiumrahmen gefasst. Die so entstehenden Leibungen bilden ein gliederndes Schattenspiel, nehmen den erforderlichen Sonnenschutz auf und richten den Ausblick. Gleichzeitig erzeugt die Tiefe der Konstruktion eine erhöhte Privatheit, weil die Einsicht ins Haus über die Diagonale nicht möglich ist.
Das Haus erfüllt alle Anforderungen des Niedrigenergiestandards, verzichtet dabei allerdings vollständig auf den Einsatz kostenintensiver und primärenergetisch aufwendiger Hightech. Stattdessen wird mit architektonischen Mitteln wie Kompaktheit, Zonierung und Orientierung auf Lowtech gesetzt.

Auszeichnungen
1.Preis UNIPOR-Architekturpreis 2009 „Im Einklang mit der Natur“

Auszeichnungen:

  • Auszeichnung guter Bauten 2010 (BDA Dortmund), Auszeichnung

Autor*in: Route der Wohnkultur
Text zuletzt geändert am 16.04.2021

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Kategorien

Architektur Wohnbauten Ein-/Zweifamilienhäuser