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Malakow-Turm Zeche Prosper II

Malakow-Turm der Zeche Prosper II
frontaler Blick auf den Turm und das Fördergerüst
Detail Fassade
großes Rundbogenfenster der Fassade
Darstellung des Turms am Eingangstor

Malakow-Turm der Zeche Prosper II
frontaler Blick auf den Turm und das Fördergerüst
Detail Fassade
großes Rundbogenfenster der Fassade
Darstellung des Turms am Eingangstor
Standort
Knappenstraße
46238 Bottrop
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt

Aus den Gründungsjahren der Zeche Prosper stammt eines der interessantesten Bergbaurelikte des Reviers: ein aufwendig gestalteter Malakowturm mit polygonalen Ecktürmen und abschließendem Zinnenkranz.
Im Gegensatz zu seinen "Brüdern", die mit der technischen Weiterentwicklung ihre Funktion verloren, blieb der Prosper-Turm in Betrieb. Er erhielt um 1900 ein eingezogenes Fördergerüst, das später durch ein Koepe-Strebengerüst ersetzt wurde. Und so steht der Turm als einziges Exemplar dieser Art im Ruhrgebiet auch heute noch da und verweist auf die Entwicklungsstufen der Bergbautechnik, aber auch auf die der Zeche. Denn nach 1982 wurden fast alle Altanlagen abgerissen und Prosper II bekam zeitgemäße Neubauten. Das war notwenig, da die in den Nordfeldern gewonnene Kohle hier zu Tage kommt - aber nicht mit Hilfe eines Fördergerüstes, sondern über einen "Förderberg", der 1986 in Betrieb ging. Die Rohkohle gelangt auf einem Förderband durch einen schrägen Tunnel von 3.653 m Länge aus einer Tiefe von 779 m und mit einer Steigung von 21% an die Oberfläche. Einmalig im Ruhrgebiet!
Auf dem Unterband geht nach der Wäsche das Bergematerial wieder unter Tage, um auf der Schachtanlage Franz Haniel gehoben und auf die benachbarte Halde verbracht zu werden.

Autor*in: Route Industriekultur/ Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 19.09.2007

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