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Schloss Stietencron

Schloss Stietencron in Bad Salzuflen
Blick auf den Portikus
Das ehemalige Mausoleum der Familie Stietencron

Schloss Stietencron in Bad Salzuflen
Blick auf den Portikus
Das ehemalige Mausoleum der Familie Stietencron
Standort
Schloßstr. 2
32108 Bad Salzuflen
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
1729 - 1760 / 1913 -15
Epoche(n):
Barock, Historismus
Urheber*in:
Ernst von Lengerken (Umbau 20. Jh.)
Bauherr*in:

Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Schloss Stietencron befindet sich im Stadtteil Schötmar in Bad Salzuflen und beherbergt seit 1983 die Musikschule der Stadt. Errichtet wurde es als Anwesen des Rittergutes Schötmar für den schwedischen und kurhessischen Staatsminister August Moritz Abel Plato von Donop. 1729 begann der Bau des Schlosses als Dreiflügelanlage, der um 1760 mit den letzten Arbeiten im Inneren abgeschlossen war. Insgesamt umfasste das Schloss 20 Räume, zu denen unter anderem eine Bibliothek, ein Porzellankabinett, ein Musik- und ein Festsaal gehörten.

Nach mehrmaligem Wechsel der Eigentümer gelangte das Schloss 1831 in den Besitz der Familie Stietencron. 1913 bis 1915 erfolgten umfangreiche Umbaumaßnahmen, die auf Veranlassung der Witwe Margarete von Stietencron nach Plänen von Ernst von Lengerken in neoklassizistischen Formen durchgeführt wurden. Dabei wurde der Corps de Logis vergrößert, sodass er in seinem heutigen Zustand vor die Seitenflügel tritt. Darüber hinaus wurde der Haupteingang von der Nord- auf die Südseite verlagert. Dort wird die Fassadengestaltung durch einen von vier ionischen Säulen getragenen Portikus bestimmt, der ebenfalls im Zuge des Umbaus entstanden ist und einen repräsentativen Eingangsbereich bildet. Die Attikafiguren, die auf einer Balustrade über dem Portikus platziert sind, stammen noch aus dem 18. Jahrhundert.

Im Inneren hat sich ein großer Teil der Ausstattung aus dem 18. Jahrhundert erhalten. Unter anderem befindet sich im Obergeschoss der sogenannte Rokoko-Saal, der im Stil der Kasseler Hofkünstler gestaltet wurde. Das Vestibül, dessen Treppenaufgang von Weinlaubsäulen flankiert wird, stammt dagegen aus dem Umbau und wurde im neobarocken Stil errichtet.

1949 wurde Schloss Stietencron zusammen mit dem Parkgelände an die Stadt Schötmar übergeben. Im Park befindet sich auch das ehemalige Mausoleum der Familie Stietencron aus dem Jahr 1867.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 18.01.2016

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Architektur Öffentliche Gebäude Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen
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