42115 Wuppertal
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Denkmalgeschützt
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Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
- Baujahr:
- ab 1870
- Epoche(n):
- Klassizismus, Historismus
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Das Briller Viertel liegt oberhalb von Elberfeld am Hang des Tals der Wupper und wurde ab 1870 mit einer parkähnlichen Gesamtstruktur angelegt. Die Bebauung des großbürgerlichen Villenviertels erfolgte entlang der zum Hang parallelen Straßenzüge. Dabei sind die unteren Hanglangen mit Reihenhäusern versehen.
Das Briller Viertel hat seinen geschlossenen Charakter bis heute bewahren können. Die Villenbauten repräsentieren in ihrer Vielfalt der architektonischen Formen das Selbstverständnis ihrer Auftraggeber. Stilistisch umfassen die Bauten nahezu alle formalen Tendenzen, die der Historismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts hervorgebracht hat – von Spätklassizismus bis zum Neubarock. Darunter finden sich Bauten der Neorenaissance und des Neoklassizismus wie auch bergisch neobarocke Formen (z. B. die Villa Springorum, 1923-24, Bismarckstr. 90).
Eine dieser Vorstadtvillen ist die zweigeschossige Villa Amalia (Briller Str. 117), heute als Altenzentrum genutzt, die 1883/84 von August Kyllmann und Adolf Heyden in Neorenaissanceformen errichtet wurde. Auftraggeber der Villa mit Kutscherhaus war die Wuppertaler Fabrikantenfamilie Neuhaus. Das Hauptgebäude auf nahezu quadratischem Grundriss ist durch den sechseckigen Turm und den pavillonartigen Anbau des Speisesaals erweitert. Das Gebäude ist durch Marmorsäulen, Stuckornamente, Schnitzereien und Wandvertäfelungen repräsentativ ausgeschmückt.
In unmittelbarer Nähe zur alten Königstraße (heute Friedrich-Ebert-Straße) ließ Rudolf Frowein 1871 eine Villa in einem großen Parkgelände errichten. Der repräsentative zweigeschossige Bau in spätklassizistischen Formen ist an den Gebäudefronten durch Mittelrisalite betont. An drei Seiten der Villa Frowein (Briller Str. 2) bekrönen Giebelfelder mit figürlichen Darstellungen die Mittelrisalite.
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 25.08.2015
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