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Haus Brinke Borgholzhausen

Haus Brinke Borgholzhausen-Barnhausen
Vorburg Haus Brinke mit Torhaus
Blick durch Toreinfahrt auf Wirtschaftsgebäude
Hofseitige Ansicht Wohnhaus
Rückansicht Wohnhaus
Ansicht Schlosskapelle Haus Brinke

Haus Brinke Borgholzhausen-Barnhausen
Vorburg Haus Brinke mit Torhaus
Blick durch Toreinfahrt auf Wirtschaftsgebäude
Hofseitige Ansicht Wohnhaus
Rückansicht Wohnhaus
Ansicht Schlosskapelle Haus Brinke
Standort
Haus Brinke
33829 Borgholzhausen
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
1674-75
Epoche(n):
Renaissance, Historismus
Urheber*in:
Mauritius Gisler (Entwurf Kapelle)
Bauherr*in:

Die Herren von Brinke errichteten zu Beginn des 13. Jahrhundert in Borgholzhausen-Barnhausen ihren Familienstammsitz. Die erste erhaltene urkundliche Erwähnung von Haus Brinke geht zurück auf das Jahr 1231. Im Jahr 1351 ging die Wasserburg an die Familie von Kerssenbrock und 1754 an die Freiherren von Korff-Schmising.
Die Anlage besteht aus zwei Inseln mit einem Herrenhaus und dem, außerhalb der Gräfte liegenden Wirtschaftshof mit Gebäuden aus dem 17. Jahrhundert. Auf der Vorburg befinden sich zwei zweigeschossige Torhäuser aus Fachwerk, die aus den Jahren 1638 beziehungsweise 1644 stammen.
Das schlichte, zweiflügelige Wohnhaus aus verputztem Bruchstein ist von einem doppelten Graben umgeben und wurde 1674/75 an den älteren Küchenbau angebaut. Innen verbindet ein zentraler Flur mit einer zweiläufigen Kehrpodesttreppe die einzelnen Räume. Für die Vertäfelung der Wohnräume um das Jahr 1876 wurde das Renaissancegestühl aus der Borgholzhausener Kirche verwendet.
Die große neuromanische Schlosskapelle wurde 1897/98 von dem auch als Architekt tätigen Pater Mauritius Gisler entworfen. Die vierjochige Halle aus unregelmäßigen Bruchsteinlagen wird von drei Apsiden abgeschlossen. Betreten wird die Kapelle durch eine Vorhalle, an die seitlich ein Turm grenzt. Im Süden schließt sich der unvollendete Verbindungsflügel zum Wohnhaus mit der Sakristei und der Orgel an. Von kleinen Abweichungen, wie den reich verzierten Kapitellen, abgesehen, orientiert sich der Entwurf an der Ramersdorfer Friedhofskapelle in Bonn.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 05.12.2012

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