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Neues Rathaus Ostbevern

Neues Rathaus Ostbevern, Außenperspektive
Neues Rathaus Ostbevern, Frontansicht mit Haupteingang
Neues Rathaus Ostbevern, Außenperspektive
Neues Rathaus Ostbevern, Außenperspektive
Neues Rathaus Ostbevern, Seitenansicht, Vorplatz
Neues Rathaus Ostbevern, Seiteneingang
Neues Rathaus Ostbevern, vollverglaste Giebelseite
Neues Rathaus Ostbevern, Detailbild Klinkerfassade
Neues Rathaus Ostbevern, Konferenzraum, Giebelseite
Neues Rathaus Ostbevern, Konferenzraum, vollverglaste Giebelseite
Neues Rathaus Ostbevern, Treppenhaus Seiteneingang
Neues Rathaus Ostbevern, Treppenhaus Seiteneingang
Neues Rathaus Ostbevern, offener Arbeits- und Flurbereich
Neues Rathaus Ostbevern, Flurbereich mit Pausenraum

Neues Rathaus Ostbevern, Außenperspektive
Neues Rathaus Ostbevern, Frontansicht mit Haupteingang
Neues Rathaus Ostbevern, Außenperspektive
Neues Rathaus Ostbevern, Außenperspektive
Neues Rathaus Ostbevern, Seitenansicht, Vorplatz
Neues Rathaus Ostbevern, Seiteneingang
Neues Rathaus Ostbevern, vollverglaste Giebelseite
Neues Rathaus Ostbevern, Detailbild Klinkerfassade
Neues Rathaus Ostbevern, Konferenzraum, Giebelseite
Neues Rathaus Ostbevern, Konferenzraum, vollverglaste Giebelseite
Neues Rathaus Ostbevern, Treppenhaus Seiteneingang
Neues Rathaus Ostbevern, Treppenhaus Seiteneingang
Neues Rathaus Ostbevern, offener Arbeits- und Flurbereich
Neues Rathaus Ostbevern, Flurbereich mit Pausenraum
Standort
Am Rathaus 1
48346 Ostbevern
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
Baujahr:
2018/2019
Epoche(n):
Gegenwart
Urheber*in:
Bauherr*in:

Der von den Planerinnen des Münsteraner Architekturbüros Schnoklake Betz Dömer realisierte Rathaus-Neubau der Gemeinde Ostbevern stellt eine zeitgenössisch-moderne Neuinterpretation des traditionellen westfälischen Langhauses dar.

Das im Jahr 2019 fertiggestellte Verwaltungsgebäude bildet gemeinsam mit der benachbarten St.-Ambrosius-Kirche die Ortsmitte Ostbeverns und vereint die zuvor im Gemeindegebiet verteilten Verwaltungseinheiten an einem zentralen Standort. Ziel des Neubaus war es, die einzelnen Einheiten räumlich zusammenzuführen, wodurch sowohl die Bürgernähe als auch die Effizienz der internen Abläufe verbessert wurden. Der Neubau vereint die funktionalen Anforderungen an zeitgemäße Arbeitsplätze mit bürgerorientierten und öffentlich nutzbaren Aufenthaltsbereichen.

Die Entstehung und architektonische Umsetzung des neuen Rathauses resultierte aus einem Ausschreibungsverfahren, bei dem bereits im Vorfeld verbindliche Kostengarantien und Fertigstellungstermine festgelegt wurden. Auf diese Weise konnte das Gebäude in einer relativ kurzen Bauzeit von rund 16 Monaten realisiert werden.

Mit einer Länge von etwa 51 Metern, einer Breite von 15 Metern sowie einer Höhe von 16 Metern orientiert sich der schmalrechteckige Baukörper sowohl in seiner Dimension als auch in der städtebaulichen Ausrichtung am gegenüberliegenden Kirchenschiff der St.-Ambrosius-Kirche, deren Firsthöhe nicht überschritten wird.

Der Entwurf zeichnet sich insbesondere durch eine klare Trennung der Funktionen mittels zweier unterschiedlicher Gestaltungsebenen aus. Während das klinkersichtige Sockelgeschoss sämtliche öffentlichen Einrichtungen wie Bürgerservice, Jobcenter und eine Polizeidienststelle beherbergt, werden die darüber liegenden Verwaltungseinheiten in einem gestalterisch abgesetzten Baukörper aufgenommen. Dieser ist einseitig zurückversetzt, wodurch eine längsseitige Außenterrasse für die Mitarbeiterinnen entsteht.

Ein prägendes architektonisches Merkmal des neuen Rathauses ist der vollständig als Pfosten-Riegel-Fassade verglaste Giebel, hinter dem sich der zentrale Sitzungssaal befindet. Diese transparente Gestaltung verdeutlicht programmatisch den Anspruch einer offenen Verwaltung und die Sichtbarkeit des kommunalen Entscheidungsprozesses gegenüber der Bürgerschaft. Der Entwurf verfolgt durch seine Formensprache und Materialwahl – Klinker, Glas und Zinkblech – bewusst eine Balance zwischen traditioneller regionaler Identität und zeitgemäßer Architektursprache. Trotz der Größe des Baukörpers bewirkt die feine Materialdifferenzierung eine optische Leichtigkeit des großen Volumens.

Insgesamt stellt das Rathaus Ostbevern somit ein gelungenes Beispiel für eine architektonische Symbiose aus regionalem Bezug und modernen Verwaltungsanforderungen dar.

Auszeichnungen:

  • Architekturpreis Münster-Münsterland 2020 (BDA), Anerkennung

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 18.07.2025

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Architektur › Öffentliche Gebäude › Verwaltungsgebäude/Rathäuser