50858 Köln
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Ausgezeichnet
- Baujahr:
- 2005
- Epoche(n):
- Gegenwart
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Der Wunsch des Bauherrn, viel Kunst in seinem Wohnhaus auszustellen und es auch für Vernissagen und Konzerte nutzen zu können war Anlass für den Neubau.
Das Gebäude in Köln-Junkersdorf zeigt sich als Komposition strahlend weißer Kuben, die mit dem üppig wachsenden Grünraum der Umgebung kontrastieren. Die Farb- und Materialwahl unterstützt die beabsichtigt abstrakte Erscheinung des Bauwerkes. Die Fenster liegen Intarsien gleich flächenbündig eingesetzt in der weißen Wand und verwandeln so die Fassaden in Bildwände.
Durch- und Ausblicke im ganzen Haus verbinden die Innenräume mit dem Garten, immer wieder bieten sich Blickbeziehungen durch das gesamte Haus, so konnte das umfangreiche Raumprogramm mit einer angestrebten Großzügigkeit in Einklang gebracht werden.
Verstärkt wird dieses Ziel durch die Anordnung der nach außen öffnenden Fenster, von Innen ist kein Rahmen sichtbar, lediglich das Fensterglas (und der Griff). Auf diese Weise erscheint jedes Fenster wie ein Landschaftsbild - ein Dia - an der Wand.
Der Zugang zum privaten Obergeschoß führt über eine Wangentreppe dem Himmelsbild – ein rahmenloses Oberlicht – entgegen. Das Oberlicht in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen während der Jahreszeiten (bunte Herbstblätter, scharfes Sommerlicht, diffuses Schneeleuchten etc.) setzt die Idee der Landschaftsbilder auch im Dach fort.
Viele Kunstwerke sollten im Haus Platz finden. Ein ganz besonderer Ort ist das Bad mit dem hinterleuchteten Werk „Alpen“ von Hiroyuki Masuyama, das die Linien des Fensterbandes fortführt und die Breite des Raumes definiert. Auch dieses Bild unterliegt den Prinzipien der Anordnung für die Fenster.
Auszeichnungen:
- Kölner Architekturpreis 2006 (kap - KKV, BDA Köln, DWB, AFR), Auszeichnung
Autor*in: Martin Schneider / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 25.02.2021
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