baukunst-nrw

Peek & Cloppenburg Weltstadthaus Köln

Peek & Cloppenburg Weltstadthaus Köln
Weltstadthaus Köln
Frontalansicht Kopfbau
Frontalansicht Kopfbau
Wltstandthaus Köln von oben in der Stadtsilhouette

Peek & Cloppenburg Weltstadthaus Köln
Weltstadthaus Köln
Frontalansicht Kopfbau
Frontalansicht Kopfbau
Wltstandthaus Köln von oben in der Stadtsilhouette
Standort
Schildergasse 65-67
50667 Köln
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
Baujahr:
1999-2005
Epoche(n):
Gegenwart
Urheber*in:
Hochtief (Rohbau)
Knippers Helbig Beratende Ingenieure (Tragwerksplanung Fassade)
Bauherr*in:

Das Kölner Weltstadthaus der Peek & Cloppenburg KG steht zwischen den nüchternen Zweckbauten der Antonsgasse und der Antoniterkirche und überbaut die vielbefahrene vierspurige Nord-Süd-Fahrt.
Das Gebäude ist zweiteilig angelegt: Zur Antonsgasse hin ist der Baukörper kubisch gehalten und mit einer Natursteinfassade verkleidet, die auf die umgebende klassischen Blockarchitektur Bezug nimmt. An der Schildergasse geht dieser kantige Teil des Gebäudes in einen fließenden doppelt gewölbten verglasten Trakt über, der sich - wie hingegossen – an der Antoniterkirche vorbei bis zur Cäcilienstraße hinzieht.
Dabei beschreibt nicht nur sein Grundriss einen Bogen, sondern auch die Höhe ist gewölbt und als filigrane Glashülle über den Kernbau gelegt. Den markanten Abschluss bildet ein transparenter Kopfbau über der Nord-Süd-Fahrt.
Obwohl es sich um einen markanten Solitair handelt, wird die benachbarte Kirche in ihrer Wirkung betont und keinesfalls durch das Weltstadthaus erdrückt. In einen großzügigen Bogen nimmt sich das Kaufhaus zurück.
Die Besonderheit des fünfgeschossigen Stahlbetonbaus liegt in der gläsernen Haut, die sich wie ein Schirm über das Gebäude spannt. Sie ist aufgehängt an einem Stahlbock und wird von 66 seilverspannten Holzleimbindern getragen, die ein fächerartiges Rippensystem bilden.
Tatsächlich ist die Außenhaut vom Gebäude abgerückt. Im Eingangsbereich beträgt die Distanz über fünf Meter; im rückwärtigen Teil sind es 1,30 Meter.
Insgesamt herrscht außen wie innen eine luftige Atmosphäre, die Raumhöhe bzw. Tiefe erlebbar werden lässt.

Siehe auch Weltstadthaus Düsseldorf, Weltstadthaus Wuppertal

Auszeichnungen:

  • Holzbaupreis NRW 2006 (Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Landesbeirat Holz NRW, Informationsdienst Holz), Preisträger

Autor*in: Petra Metzger (koelnarchitektur) / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 24.11.2022

Objektkommentare

dirk berhausen am 30.10.2007 17:33 Uhr

schade, daß das gebäude im inneren nichts von den städtbaulichen und entwurflichen qualitäten wiederspiegelt.... man könnte sich glatt auch auf der rolltreppe einer x-beliebigen kaufhof-filiale befinden.

Kategorien

Ingenieurbau Tragwerk
Architektur Gewerbebauten Handel