bauKULTURstelle, Straßenperspektive

bauKULTURstelle, Frontansicht Haupteingang

bauKULTURstelle, rückseitiger Hof

bauKULTURstelle, ablesbarer Gebäudeanschluss

bauKULTURstelle, Blick in den offenen Dachboden

bauKULTURstelle, hinzugefügte Erschließung, freigelegte Bausubstanz

bauKULTURstelle, offener Dachboden, freigelegte Bausubstanz

bauKULTURstelle, offener Dachboden

bauKULTURstelle, Blick von der Galerie in das Foyer

bauKULTURstelle, Haupteingang und geöffnetes Foyer

bauKULTURstelle, Foyer, erhaltene Treppenanlage

bauKULTURstelle, Innenraum, freigelegte Bausubstanz

bauKULTURstelle, Innenraum, freigelegte Bausubstanz

bauKULTURstelle, Innenraum, freigelegte Bausubstanz

bauKULTURstelle

Weberstraße 17-19, 46499 Hamminkeln

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

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ausgezeichnetes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

2023

Gegenwart

raumwerk.architekten

Verein zur Förderung der Dorfentwicklung Dingden e.V.

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bauKULTURstelle

In Dingden, einem Stadtteil von Hamminkeln, wurde von den Planer*innen von raumwerk.architekten ein historisches Gebäudeensemble zu einer Bildungsstätte für Baukultur umgebaut. Das Projekt „bauKULTURstelle“, unter der Trägerschaft des Vereins zur Förderung der Dorfentwicklung Dingden zeigt beispielhaft, wie durch behutsame Sanierung und innovative Konzepte historischer Bestand erhalten und umgenutzt werden kann.

Das Projekt umfasst die Sanierung und Umnutzung eines in Teilen denkmalgeschützten Gebäudeensembles im Ortskern Dingdens. Die Leitidee greift die traditionellen Prinzipien des Umbauens, Weiterbauens, Ergänzens und Umnutzens auf. Dabei wird die Baugeschichte nicht nur bewahrt, sondern durch sichtbare Eingriffe in Materialität und Struktur erlebbar gemacht.

Während das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus zu einer Veranstaltungsstätte umgebaut wurde, wurde das denkmalgeschützte „Lehrerhaus“ behutsam saniert und als Anschauungsobjekt zugänglich gemacht. Neue Bauteile setzen sich in ihrer Gestaltung bewusst vom Bestand ab, um die unterschiedlichen Zeitschichten zu betonen.

Mit der Umsetzung wurde ein ortsbildprägendes Bauwerk vor dem weiteren Verfall gerettet. Das Projekt verfolgt jedoch nicht nur das Ziel des Denkmalschutzes, sondern nutzt die Bildungsstätte zur niedrigschwelligen Vermittlung baukultureller Themen. Dies spiegelt sich auch in der Architektur wider, die Alt und Neu in Materialität, Farbe und Atmosphäre klar voneinander unterscheidet. Dabei wird der historische Standard des Baudenkmals so weit wie möglich erhalten.

Die Realisierung des Projekts wäre ohne das Zusammenspiel von Fördermitteln, lokaler Unterstützung und umfangreicher Eigenleistung nicht möglich gewesen. Interessierte Bürger*innen beteiligten sich ehrenamtlich aktiv am Entwicklungs- und Bauprozess. Bereits während der Bauphase entstand so ein sozialer Mehrwert, der weit über die baulichen Maßnahmen hinausgeht.

Durch einfache und nachhaltige Lösungen sowie der Reduzierung auf das Wesentliche der Bausubstanz wurde eine nachhaltige Nutzung gewährleistet. Die Räume des Ensembles sind so gestaltet, dass sie flexibel für Kultur, Begegnung und Gemeinschaft genutzt werden können. Das zuvor kleinteilige Gebäude wurde zu einem zusammenhängenden Raumvolumen umgebaut, das die Geschichte des Hauses sichtbar fortschreibt.

Mit der „bauKULTURstelle“ wird auch der Verringerung kultureller Angebote aus dem ländlichen Raum aktiv entgegengewirkt. Das Projekt schafft eine neue Dorfmitte, die als geteilter Ort für alle dienen und das baukulturelle Interesse fördern soll.

Auszeichnungen:
Auszeichnung Vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2025 (Land NRW/Architektenkammer NRW)
Architekturpreis Rechter Niederrhein 2023, Preisträger
Architekturpreis NRW 2024 (BDA NRW), Auszeichnung

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 12.06.2025

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Kategorien:
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