Nachtansicht beleuchtet

Pumpenhaus

Metallgitter mit H2O Aufschrift

Wasseraufbereitungsanlage Loddenheide

Willy-Brandt-Weg 11, 48155 Münster

2001

Gegenwart

BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG

Fiege Logistics
Stadt Münster

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Objekte gesamt: 2010

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Wasseraufbereitungsanlage Loddenheide

Das Gewerbegebiet Loddenheide in Münster liegt von der Stadt aus gesehen jenseits von Bahnlinie und Dortmund-Ems-Kanal außer Sicht, ist jedoch direkt am Umgehungsstraßenring noch in Reichweite.
Einst Landeplatz für Zeppeline war es in der Nazi-Zeit Sammelstelle für die Deportation der Münsteraner Juden, später britische Armeebasis. Geblieben ist von dieser Geschichte kaum eine Spur.
Die Anlage liegt inmitten dieses Gebietes und besteht aus einer weithin sichtbaren verglasten rechteckige Scheibe, daneben eine rechtwinklige Grube, und jenseits einer schnurgeraden Reihe von Pappeln ein kreisrundes Becken. Unterhalb einer Böschung erstreckt sich eine größere Wasserfläche, über die das geklärte Regenwasser des Gebiets der Natur zurückgegeben wird
Auf den Metallgittern, die die Becken umschließen, schimmert in übergroßen Lettern „H2O“. Die Schrift legt sich wie ein Schleier um die Anlage und ist nur zu sehen, wenn man mit einer gewissen Distanz schräg auf den Zaun schaut.
Man sieht, wie das Pumpenhaus gefügt ist, der Rahmen in Sichtbeton, die unterschiedlich großen Stirnseiten zeigen als Schicht ablesbar eine Klinker-Verblendung. Gefüllt ist der Rahmen mit Reglitglas, durch das der Raum des Pumpenhauses schemenhaft zu erkennen ist. Auch die Scheiben sind in sich ein gefügtes Element aus mehreren stehenden Glasstreifen.
Je nach äußeren Lichtverhältnissen sieht man mehr oder weniger durch das Glas, nimmt mal verschwommene Konturen wahr, mal zeigen sich scharfe Schatten.
Der Bau zeigt, wie technisches Gerät als begreifbarer Teil unserer Umwelt aussehen kann.
Das bescheidene, aber äußerst wirkungsvolle Pumpenhaus bildet das Herz eines schmalen Grüngürtels, des „Friedensparks“ Die Interpretation einer Kläranlage zeigt hier Wasser als elementare Materie. Sie macht einen kleinen Ausschnitt des Kreislaufs bewusst – die Technik wird damit ein Teil der Natur.

Das Projekt wurde im deutschen Pavillon auf der 9. Architekturbiennale in Venedig 2004 ausgestellt

Autor: Bolles+Wilson / Redaktion baukunst-nrw

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Kategorien:
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