Blick auf den neugotischen Westturm und den Neubau aus den 1950er Jahren

frontaler Blick auf den Westturm

Blick auf Seitengang des Atrium und Gemeindesaal

Außenmauern des Gemeindesaals

Portal des Westturms

Innenansicht des Gemeindesaals mit Blick in den Chor

Chorbereich der Kirche

Netzartig angelegte Stahlbetondecke

Gabelkreuz von 1415

St. Mauritius Köln

Mauritiuskirchplatz 9, 50676 Köln

Legende für Merkmale

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IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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denkmalgeschütztes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

1861-66 / 1956-57

Historismus
1950er-70er Jahre

Architekt Fritz Schaller
(Neugestaltung 1950er Jahre
Vincenz Statz
(neugotischer Bau 19. Jh.)

- keine Angabe -

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Objekte gesamt: 2010

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St. Mauritius Köln

Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius wurde ursprünglich als neugotische Kirche 1861 bis 1866 nach Entwürfen des Kölner Baumeisters Vincenz Statz errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile des Gebäudes zerstört, sodass in den Jahren 1956 und 1957 ein Neubau nach Plänen von Fritz Schaller entstand, in den die erhaltenen Teile der alten Kirche integriert wurden.

Bereits in ottonischer Zeit befand sich an selber Stelle eine Kapelle, die zur Benediktinerabtei St. Pantaleon gehörte. Im 12. Jahrhundert wurde diese durch eine Basilika abgelöst, welche als erste vollständig gewölbte Basilika Kölns galt. Auf Grund der Säkularisation des Klosters und des zunehmenden Verfalls der Kirche wurde die romanische Kirche ab 1830 geschlossen und anschließend abgebrochen. Der folgende neugotische Kirchbau wurde erneut als Basilika errichtet, die sich aus einem fünfjochigen Langhaus, einem Zentralbau im Osten sowie einem hohen Westturm zusammensetzte. Bis heute haben der Westturm, die unteren Teile des Langhauses und der Chorbereich Bestand.

In Anlehnung an den Grundriss der alten Kirche konzipierte Schaller einen fächerförmigen Gemeindesaal, an den sich die erhaltenen Teile des neugotischen Chorbereichs anfügen, welcher durch ein oktogonales Dach abgeschlossen wird. Im Bereich des früheren Langhauses findet sich ein Atrium mit überdachten Seitengängen an das sich der viergeschossige Westturm aus dem 19. Jahrhundert anschließt. Bekrönt wird der Turm durch eine Skulptur des Heiligen Mauritius, die vom Dombildhauer Peter Fuchs geschaffen wurde.

Im Inneren präsentiert sich der Gemeindesaal als stützenloser Raum, der durch Oberlichtbänder beleuchtet wird, welche vom Kölner Glasmaler Franz Pauli entworfen wurden. Abgeschlossen wird der Raum durch eine Stahlbetondecke, die sich netzartig über dem Raum ausbreitet. Im Kontrast zu den modernen Gestaltungselementen finden sich an den Außenwänden des Raumes die von der neugotischen Kirche stammenden Pfeiler. Von der Ausstattung der Vorgängerkirche sind nur wenige Objekte erhalten geblieben. Dazu zählt unter anderem ein Gabelkreuz, das etwa um 1415 entstanden ist und dem Typus des Cruzifixus dolorosus entspricht sowie eine Kreuzigungsgruppe aus der Zeit um 1515. Die moderne liturgische Ausstattung wurde vom Kölner Bildhauer Elmar Hillebrand gestaltet.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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