Vogteistraße 19, 50670 Köln
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2013-2022
Dipl.-Ing. Architekt Prof. Gernot Schulz | gernot schulz : architektur GmbH
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Das nach einer langjährigen Planungs- und Bauphase im Jahr 2022 fertiggestellte Bauvorhaben des Mensa- und Ateliergebäudes der Bildungslandschaft Altstadt Nord (BAN) stellt als erstes und ältestes Schulprojekt der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft ein Modellprojekt für gegenwärtige Bildungsbauten mit Vorbildcharakter dar. Die „Bildungslandschaft Altstadt Nord“ (BAN) ist ein Zusammenschluss bestehender benachbarter Bildungseinrichtungen, die um das neu gebaute Gebäudeensemble ergänzt und erweitert wurden.
Nachdem sich die Stadt Köln und die Montag Stiftung bereits 2006 auf die Realisierung des nördlich der Kölner Altstadt verorteten Projektes einigten, erarbeiteten sie in den folgenden Jahren anhand partizipativer schulpädagogischer Prozesse die Grundlage für einen Realisierungswettbewerb.
Das Kölner Architekturbüro gernot schulz : architektur überzeugte bei dem im Jahr 2013 ausgelobten Wettbewerb als Sieger mit dem Entwurf eines Gebäudeensembles in Form einer clusterartigen Bildungslandschaft und wurde ebenfalls mit der weiteren Planung eines benachbarten Mensa- und Ateliergebäudes beauftragt.
Der Neubau des Mensa- und Ateliergebäudes bildet den jüngsten Baustein des seit über zwei Jahrzehnten entwickelten Planungsgebietes. In enger räumlicher und programmatischer Beziehung zu den Bestandsbauten entstand nach Plänen von gernot schulz : architektur ein dreigeschossiger Bau, der als sogenanntes Verbundgebäude sämtlichen Institutionen der BAN zur Verfügung steht.
Das Gebäude ist als polygonal aufgefächerter Baukörper konzipiert, der in seiner Materialität und Formensprache den gegenüberliegenden Neubauten des Schulcampus entspricht und gleichzeitig eigenständige städtebauliche Akzente setzt. Die differenzierte Gliederung der Fassaden und der Einsatz großflächiger Fensteröffnungen schaffen offene Blickbeziehungen zum angrenzenden Klingelpützpark und lassen das Gebäude als verbindendes Element zwischen Schulbauten, Jugendeinrichtungen und Stadtquartier erscheinen.
Im Inneren dient das Gebäude vor allem der gemeinschaftlichen Versorgung und der Erweiterung pädagogischer Angebote. Die Mensa ermöglicht durch die hohe Nutzerzahl den Betrieb einer Frischküche. Die architektonische Organisation vermeidet typische Großraumatmosphären und schafft durch gefächerte Raumkompartimente sowohl Identifikations- als auch Rückzugsorte. Flexible Nutzungsszenarien sind durch anpassbare Möbel gewährleistet. Im ersten Obergeschoss ergänzen ein Selbstlernzentrum sowie ein Schülercafé das Raumprogramm, die allen Nutzergruppen offenstehen und die soziale Durchmischung im Sinne des ganzheitlichen Bildungskonzepts fördern.
Die Atelierräume im Dachgeschoss erweitern die Bildungslandschaft um kreative und handwerkliche Lernorte. Sie sind flexibel und weitgehend frei von festen Einbauten geplant, um unterschiedliche Nutzungsansprüche zu gewährleisten. Spezifische Ausstattungen – etwa ein Holzschwingboden im Tanzatelier, eine mobile Bühne für Schauspiel oder wandgebundene Kochstationen – ermöglichen eine zugleich funktionale wie multifunktionale Nutzung.
Auszeichnungen:
Kölner Architekturpreis 2024 (kap - KKV, BDA Köln, DWB, AFR), Anerkennung
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 12.09.2025
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Kategorien:
Architektur » Öffentliche Gebäude » Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen