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Wohnen und arbeiten im ehemaligen Luftschutzbunker

Ansicht vom Beginn der Siegbergstraße
Ansicht aus der Siegbergstraße mit Überresten des alten Haupteingangs (Trümmerschutz)
Blick von der Terrasse mit altem Baumbestand
Büroarbeitsplätze im alten Sanitärtrakt des Bunkers
Besprechungsraum mit den 1,10m dicken Außenwänden
Besprechungsraum mit alten Betonwänden
Rückblick zum Wohnungseingang mit Küchenzeile und Essplatz
Blick durch die Wohnung, zweites Obergeschoss
Rückblick vom Wohnzimmer mit Balkonanlage zur Küche
Blick vom Eingang Wohnung 9 (aufgrund der Hanglage 2. Kellergeschoss)
Rückblick aus der Küche zum Eingangsbereich
Überblick vom Mittelflur zum Wohnzimmer mit Außenterrasse

Ansicht vom Beginn der Siegbergstraße
Ansicht aus der Siegbergstraße mit Überresten des alten Haupteingangs (Trümmerschutz)
Blick von der Terrasse mit altem Baumbestand
Büroarbeitsplätze im alten Sanitärtrakt des Bunkers
Besprechungsraum mit den 1,10m dicken Außenwänden
Besprechungsraum mit alten Betonwänden
Rückblick zum Wohnungseingang mit Küchenzeile und Essplatz
Blick durch die Wohnung, zweites Obergeschoss
Rückblick vom Wohnzimmer mit Balkonanlage zur Küche
Blick vom Eingang Wohnung 9 (aufgrund der Hanglage 2. Kellergeschoss)
Rückblick aus der Küche zum Eingangsbereich
Überblick vom Mittelflur zum Wohnzimmer mit Außenterrasse
Standort
Siegbergstraße 73
57072 Siegen
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1941-42 (Bunker) / 2016 (Umbau)
Epoche(n):
Gegenwart
Urheber*in:
Bauherr*in:

Am Rande des nördlichen Grüngürtels der Stadt Siegen entstanden in einem ehemaligen Luftschutzbunker neun Wohnungen (90 – 135 qm) und eine Büroeinheit (350 qm) mit unverbaubarer Talsicht. Während 90 % der entstandenen Räume im Altbestand des ehemaligen Schutzraumes Platz finden, wurde der Bunker um ein Staffelgeschoss als Neubau aufgestockt.

Der „Hochbunker Siegbergstraße“ wurde in den Jahren 1941 bis 1942 gebaut und war als Teil der historischen Schlossanlagen getarnt, indem er mit Dachaufbauten, Fassaden- und Schmuckelementen ausgestattet wurde. So sollte er vor Bombenangriffen geschützt werden. Der Bunker wurde bis zum Jahr 2010 für Zivilschutzzwecke genutzt.
Der Altbestand mit seinen 1,1 m dicken Außenwänden und der 1,4 m dicken Decke erhielt 90 Fensteröffnungen. Hierbei wurden mittels Seil- und Wandsägen die Betonblöcke herausgeschnitten, Abbruchroboter erstellten Öffnungen in den Innenwänden. Fast 2.000 t Stahlbeton wurden zurückgebaut und entsorgt.

Jede Einheit verfügt über eine Fußbodenheizung, die durch ein gemeinsames Blockheizkraftwerk
im Nebengebäude versorgt wird und darüber hinaus über eine unabhängige Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die einen Mindest-Luftwechsel innerhalb aller Räume gewährleistet.
Die alte Bunkerhülle wurde komplett mit einem Wärmedämmverbund-System ausgestattet und einem abschließenden Außenputz mit Besenstrich bearbeitet.
Durch geschickte Grundrisse und die großen Fensteröffnungen in den dicken Außenwänden ist ein großzügiges Ambiente entstanden. Helle, lichtdurchflutete Räume sowohl in den Büros als auch in den Wohnungen sorgen für eine angenehme Arbeits- und Wohnatmosphäre.

Das Bauprojekt „Wohnen und Arbeiten im ehemaligen Luftschutzbunker“ wurde im Februar 2018
vom „Bund Deutscher Architekten“ ausgezeichnet. Die Jury urteilte: „Immer wieder eröffnen sich im Bunkerinneren neue Perspektiven, nie entsteht der Eindruck, sich in einem gewöhnlichen Gebäude zu befinden und das Wechselspiel zwischen Innen und Außen zieht BesucherInnen und BewohnerInnen gleichermaßen in ihren Bann.“

Auszeichnungen:

  • Auszeichnung guter Bauten 2017 (BDA Arnsberg-Südwestfalen), Auszeichnung

Autor*in: modulbüro
Text zuletzt geändert am 03.12.2019

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