baukunst-nrw

SOS - Kinderdorf, Düsseldorf

SOS - Kinderdorf, Straßenansicht
SOS - Kinderdorf, Schrägluftbild in Blickrichtung Osten
SOS - Kinderdorf, Vorplatz mit Bestandsbaum
SOS - Kinderdorf, Vorplatz mit Bestandsbaum
SOS - Kinderdorf, Vorplatz mit Bestandsbaum
SOS - Kinderdorf, Kita mit Spielplatz
SOS - Kinderdorf, Hinteransicht
SOS - Kinderdorf, Hinteransicht mit Terrasse
SOS - Kinderdorf, Straßenperspektive
SOS - Kinderdorf, Wohngruppen
SOS - Kinderdorf, Detailbild Fassade
SOS - Kinderdorf, Innenraum
SOS - Kinderdorf, Bewegungsraum Kita
SOS - Kinderdorf, farblich gestaltete Treppe
Lageplan
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss

SOS - Kinderdorf, Straßenansicht
SOS - Kinderdorf, Schrägluftbild in Blickrichtung Osten
SOS - Kinderdorf, Vorplatz mit Bestandsbaum
SOS - Kinderdorf, Vorplatz mit Bestandsbaum
SOS - Kinderdorf, Vorplatz mit Bestandsbaum
SOS - Kinderdorf, Kita mit Spielplatz
SOS - Kinderdorf, Hinteransicht
SOS - Kinderdorf, Hinteransicht mit Terrasse
SOS - Kinderdorf, Straßenperspektive
SOS - Kinderdorf, Wohngruppen
SOS - Kinderdorf, Detailbild Fassade
SOS - Kinderdorf, Innenraum
SOS - Kinderdorf, Bewegungsraum Kita
SOS - Kinderdorf, farblich gestaltete Treppe
Lageplan
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss
Standort
Matthias-Erzberger-Straße 22
40595 Düsseldorf
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
Baujahr:
2019 - 2021
Epoche(n):
Gegenwart
Urheber*in:
Bauherr*in:

Der seit 2008 im Düsseldorfer Stadtteil Garath entwickelte Standort des SOS-Kinderdorfs verlor infolge zunehmender Fragmentierung seine städtebauliche Kohärenz. Vor diesem Hintergrund lobte der SOS-Kinderdorf e. V. als Bauherr im Jahr 2016 einen Architekturwettbewerb aus, mit dem Ziel, sämtliche bestehenden und neuen Nutzungen an einer zentralen Anlaufstelle zu bündeln.

Das vom siegreichen Düsseldorfer Planungsbüro Kresings Architektur realisierte Neubauensemble liegt verkehrstechnisch günstig in fußläufiger Distanz zum Garather Zentrum und öffnet sich zugleich nach Süden hin zum landschaftlich geprägten Schlosspark mit der Garather Schlossallee und einem öffentlichen Spielplatz. Während sich das Kinderdorf nach Norden zur Stadt orientiert, vermittelt es nach Süden zwischen Architektur und Landschaft.

Die bauliche Anlage besteht aus insgesamt fünf zweigeschossigen Baukörpern, die auf zwei gegenüberliegenden, durch die Matthias-Erzberger-Straße getrennten Grundstücken angeordnet sind. Südöstlich der Straße gruppieren sich drei freistehende Gebäude um einen zentralen Platz als identitätsstiftende Mitte. Die Baukörper folgen nordseitig dem Verlauf der Straße und beherbergen das neue Pädagogische Zentrum, eine Kindertagesstätte sowie ein Mehrgenerationenhaus mit Stadtteilcafé. Im Obergeschoss sind die Gebäude über Verbindungsstege miteinander verbunden, wodurch der zusammengehörige Ansatz des Ensembles unterstrichen wird.

Nordwestlich der Straße liegen zwei weitere Baukörper, die die Wohngruppen für insgesamt 16 Kinder sowie die Kinderdorffamilien aufnehmen. Sie sind um einen gemeinschaftlich genutzten, begrünten Innenhof angeordnet und verfügen jeweils über zugeordnete Dachterrassen als zusätzliche Außenräume.

Die funktionale Organisation des Ensembles folgt dem Prinzip von Differenzierung und Durchlässigkeit. Öffentliche und halböffentliche Nutzungen wie ein Café, Kindertagesstätte und Projekträume orientieren sich nach Süden zum Park und sind bewusst sichtbar sowie niedrigschwellig zugänglich gestaltet. Die Kindertagesstätte erstreckt sich über zwei Geschosse, wodurch interne Blickbeziehungen und räumliche Großzügigkeit entstehen. Das Stadtteilcafé ist sowohl vom zentralen Platz als auch von der Schlossallee aus wahrnehmbar und bildet gemeinsam mit dem Foyer einen offenen Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers. Die Projekträume im Obergeschoss sind flexibel konzipiert und lassen sich bei Bedarf zu einem größeren Saal zusammenschalten.

Gestalterisch wird der in Kalksandstein ausgeführte Mauerwerksbau durch eine einheitliche Fassadenstruktur aus naturbelassenen, vertikalen Holzlamellen gefasst, die sich wie eine schützende Hülle um die Baukörper legen. Die Lamellen nehmen Bezug auf den umgebenden Landschaftsraum und lassen die außenliegende Dämmschicht mit hinterlüfteter Metallverkleidung hinter die Holzfassade zurücktreten. Bodentiefe Fensterflächen, transparente Erdgeschosszonen und vielfältige Sichtbeziehungen zwischen den Baukörpern fördern soziale Interaktion und ermöglichen eine visuelle Vernetzung der Funktionsbereiche. Auf diese Weise wird das Kinderdorf nicht als abgeschlossene Institution, sondern als integraler Bestandteil des Stadtteils lesbar.

Auszeichnungen:

  • Auszeichnung Vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2025 (Land NRW/Architektenkammer NRW)

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 12.01.2026

YouTube Video laden?

Durch das Aktivieren des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzbestimmungen von YouTube. Dabei werden Cookies gesetzt und Daten an Server von Google in den USA übertragen.

Objektkommentare

Kategorien

Architektur Öffentliche Gebäude Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen
Architektur Wohnbauten Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen