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Jahrhunderthalle Bochum

Luftbild Jahrhunderthalle Bochum
Jahrhunderthalle in Bochum
Jahrhunderthalle Bochum erleuchtet bei Nacht
Gesamtansicht Jahrhunderthalle Bochum
seitlicher Blick auf das Vordach der Jahrhunderthalle
Foyer der Jahrhunderthalle Bochum mit Wasserturm bei Nacht
Außenansicht Foyer der Jahrhunderthalle Bochum am Abend
Ansicht Turbinenhalle
Dampfgebläsehaus an der Jahrhunderthalle

Luftbild Jahrhunderthalle Bochum
Jahrhunderthalle in Bochum
Jahrhunderthalle Bochum erleuchtet bei Nacht
Gesamtansicht Jahrhunderthalle Bochum
seitlicher Blick auf das Vordach der Jahrhunderthalle
Foyer der Jahrhunderthalle Bochum mit Wasserturm bei Nacht
Außenansicht Foyer der Jahrhunderthalle Bochum am Abend
Ansicht Turbinenhalle
Dampfgebläsehaus an der Jahrhunderthalle
Standort
Gahlensche Str.15
44793 Bochum
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

1902 nach Plänen des Architekten Heinrich Schumacher als Ausstellungs- und Repräsentationshalle des Bochumer Vereins auf der Gewerbeausstellung in Düsseldorf geplant, gebaut und genutzt, wurde die aus sieben Bogenbindern bestehende Stahlkonstruktion anschließend demontiert, um sie zunächst als Dampfkraftzentrale in Bochum wieder in Betrieb zu nehmen. Es folgten industrielle Nutzungen als Schlosserei und Lagerhalle sowie bauliche Ergänzungen in Form des Anbaus zweier Werkshallen.
Nach Einstellung der industriellen Arbeit drohte vorübergehend der Abriss. Mit der Anerkennung als Denkmal 1991 und ersten kulturellen Veranstaltungen im Rahmen der IBA Emscher Park wurde die Jahrhunderthalle in den neunziger Jahren zum Schlüsselelement in den Planungen zur Revitalisierung des Gesamtareals.
Als Ergebnis von Planungssymposien und eines Architekturwettbewerbs wurde 2001 das Düsseldorfer Büro Petzinka Pink und Partner mit dem Umbau der Halle beauftragt. Ziel der Umgestaltung war, das Hallen-Ensemble für seine neue Rolle als „Montagehalle für Kunst“ umzurüsten.
Entsprechend dem Architekturentwurf wurde auf Einbauten im Innenraum weitestgehend verzichtet. Mobile Bühnen und Tribünen, flexible Vorhangsysteme und computergestützte Technik zur Minimierung der problematischen Nachhallzeit ermöglichen heute eine gleichzeitige kulturelle Nutzung in den verschiedenen Bereichen der baulich offenen Gesamtinnenfläche von 18.000 Quadratmetern.
Zwei Ergänzungsbauten zur Gewährleistung des Spielbetriebs erweitern heute den Veranstaltungsort Jahrhunderthalle. Ein an der Südflanke des Hallen-Ensembles angesetzter transparenter Foyerbereich mit Galerieebene und einer Vordachkonstruktion wirkt in seiner modernen Architektur als überzeugendes Entree und fügt sich nahtlos in die historische Industriearchitektur. An der nordwestlichen Hallenseite sind Aufenthalts- und Proberäume sowie Garderobenräume für die Künstler in einem ebenfalls neuen Gebäude untergebracht.
Die Wandlung der Jahrhunderthalle zu einem besonderen Ort von Kulturveranstaltungen und zum zentralen Spielort der RuhrTriennale ist vollzogen.

Auszeichnungen:

  • Preis des Deutschen Stahlbaus 2004 (bauforumstahl, DSTV), Auszeichnung

Autor*in: Peter Köddermann (MAI) / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 23.08.2024

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