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Pfarrkirche St. Anna in Verl

Rückwärtige Straßenansicht, Höhen- und Dachstaffelung
Rückansicht Kirchenanbau, klassizistisches Giebeldreieck
Frontansicht Kirchturm mit Turmhaube
Kirche St. Anna in Verl
Kirchturm mit Haupteingang
Haupteingang
Grundriss vor dem Anbau 1933

Rückwärtige Straßenansicht, Höhen- und Dachstaffelung
Rückansicht Kirchenanbau, klassizistisches Giebeldreieck
Frontansicht Kirchturm mit Turmhaube
Kirche St. Anna in Verl
Kirchturm mit Haupteingang
Haupteingang
Grundriss vor dem Anbau 1933
Standort
Kirchplatz 1
33415 Verl
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

Die Kirche St. Anna in Verl ist eine katholische Pfarrkirche, mit deren Bau Ende des 18. Jahrhunderts begonnen wurde. Veranlasst wurde die Errichtung einer neuen Kirche durch Fürst Wenzel Anton von Kaunitz, den damaligen Staatssekretär Maria Theresias. Dieser ließ den Vorgängerbau, eine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert, abreißen. Mit dem Neubau betreute von Kaunitz den Wiener Hofarchitekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg, nach dessen Plänen St. Anna von 1792 bis 1800 entstand. Der Choranbau sowie zwei unterkellerte Sakristeiräume stammen aus dem Jahr 1933. Eine umfassende Sanierung der Kirche wurde in den Jahren 2013 und 2014 von Terbrack Architekten durchgeführt. Dabei wurde durch Bohrpfähle für eine Stabilisierung der Pfahlgründung unter den südlichen Außenwänden gesorgt und der Dachstuhl saniert. Darüber hinaus wurden Risse in der Fassade behoben und der Innen- sowie Außenanstrich erneuert.

St. Anna ist als klassizistische Hallenkirche konzipiert, an die sich im Osten ein Turm mit Schweifhaube anfügt. Die Ostkanten sind abgerundet und dienen als Eingänge. Ursprünglich befand sich der Eingang jedoch an der übergiebelten Westfassade, wo sich heute der Choranbau aus dem 20. Jahrhundert befindet. Im tonnengewölbten Innenraum wird das Mittelschiff durch toskanische Kolonnaden gegliedert, über denen sich Darstellungen der zwölf Apostel vom Künstler Heinrich Repke aus dem Jahr 1936 befinden.

Die originale Innenausstattung der Kirche ist heute aufgrund einer umfassenden Barockisierung im Jahr 1935 größtenteils nicht mehr erhalten. Von der klassizistischen Ausstattung ist lediglich die hölzerne Kanzel aus dem Jahr 1800 von Philipp Ferdinand Ludwig Bartscher übrig geblieben. Der Taufstein stammt dagegen noch aus der Vorgängerkirche und ist auf das 16. Jahrhundert zu datieren. Die Wandgestaltung der Turmkapelle sowie die Ausmalung im Gewölbe stammen vom Künstler Tobias Kammerer und sind im Zuge der Kirchensanierung entstanden.

Weitere Infos: Virtueller Rundgang durch den Innenraum von St. Anna

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 07.11.2023

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Architektur Öffentliche Gebäude Sakralbauten