44532 Lünen
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Ausgezeichnet
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Denkmalgeschützt
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Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
- Baujahr:
- 1956-61 / 2009-13 (Sanierung)
- Epoche(n):
- 1950er-70er Jahre
- Urheber*in:
- Prof. Dr. Bernhard Hans Henry Scharoun (Ursprungsbau)
- Bauherr*in:
- Internet:
- www.gsg-luenen.de
Etwa zeitgleich zum bekanntesten Bauwerk Scharouns, der Berliner Philharmonie, wurde auch das Schulgebäude des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Lünen geplant (heute Geschwister-Scholl-Gesamtschule).
Ausgehend von dem bauphilosophischen Ansatz, den Mensch und Nutzer in den Mittelpunkt der Planung zu stellen, entstand mit dem 1962 fertiggestellten Schulbau keine kasernenhafte Lehranstalt sondern ein vielschichtiger Bau.
Das „organhafte Bauen“ (Scharoun) mit seinen vielfältigen an die Natur angelehnten Formen soll die Selbstständigkeit und Individualität der Schülerinnen und Schüler fördern.
Terrassen und Balkone vor den Klassenräumen und die vielen Fensterflächen beziehen die Natur in das Gebäude mitein.
Das Bauwerk als organisches Ganzes erschließt sich erst durch die Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln und im Zusammenspiel von Innen und Außen.
Von Scharoun verwendete Begriffe wie „Schulschaft“ (In Anlehnung an Nachbarschaft) und „Klassenwohnungen“ verdeutlichen den pädagogischen Hintergrund, der dieser Planung zugrunde liegt.
Seit 1985 steht das Gebäudeensemble unter Denkmalschutz. 2009 bis 2013 wurde die Schule nach Plänen des Architekturbüros Spital-Frenking + Schwarz umfangreich saniert und energetisch instand gesetzt. Diese Maßnahmen wurden mit einer Auszeichnung beim Architekturpreis NRW 2015 gewürdigt.
Auszeichnungen:
- Schulbaupreis Nordrhein-Westfalen 2013 (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW / AKNW)
- Auszeichnung guter Bauten 2014 (BDA Dortmund-Hamm-Unna), Auszeichnung
- Architekturpreis NRW 2015 (BDA NRW), Auszeichnung
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 15.04.2024
Als Schülerin des damaligen Mädchengymnasiums (Einschulung dort 1965) hat man dieses Gebäude gar nicht zu würdigen gewusst. Die damalige Lehrerschaft hat auch überhaupt nichts dazu beigetragen, uns diese außergewöhnliche Architektur näherzubringen. Jetzt, bei einer Besichtigung anlässlich der Feier zum 50-jährigen Abitur, habe ich die besondere Gestaltung der Schule wirklich genießen können.
Hammer geil diese schule ^^ ist ja nämlich auch meine ....