53639 Königswinter
- Baujahr:
- 1966
- Epoche(n):
- 1950er-70er Jahre
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Die kath. Filialkirche "Maria Königin des Friedens" befindet sich unweit der Altstadt von Königswinter in direkter Nachbarschaft zur Christophorusschule etwa 200 Meter vom Rhein entfernt.
Der Stahlbetonbau ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Sakralarchitektur der 1960er Jahre im Erzbistum Köln und stellt ein zentrales Werk des Architekten Erwin Schiffer dar.
Der rechteckige Glockenturm steht etwas abgerückt im rechten Winkel neben dem Kirchengebäude und korrespondiert mit den gerasterten Fensteröffnungen im oberen Bereich in seiner Erscheinung mit der Frontfassade der Kirche, die aus einer mit kleinen Fensterscharten durchbrochenen Wand besteht. Der Baukörper des Kirchenbauwerks mit seiner kantigen rechtwinkligen Eingangsfassade geht im hinteren Bereich des Bauwerks in eine weiche und abgerundete Kreuzform ohne Fenster über.
Im Innern sind die zur Zeit der Planung noch jungen Konzepte des II. vatikanischen Konzils (pastorale und ökumenische Erneuerung) umgesetzt worden. Über die zahlreichen Fensterscharten im Eingangsbereich und ein Oberlicht über dem Altar fällt Licht in den Innenraum und erzeugt in Kombination mit der Wandverkleidung aus Holzschindeln eine warme und freundliche Atmosphäre.
Die Kirche wurde im Laufe der Zeit nur unwesentlich verändert und befindet sich in einem ausgesprochen guten Zustand.
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 09.02.2011
Ungeachtet des künstlerischen Gedankens und Werts möchte ich hier den Spitznamen der Königswinterer für diese Kirche beisteuern: Maria Beton :-)