44143 Dortmund
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Denkmalgeschützt
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Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
- Baujahr:
- 1929-1931
- Epoche(n):
- Moderne
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Die Präsidentensiedlung ist ein typisches Beispiel für den staatlich geförderten Wohnungsbau, der in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre eine Blüte in Deutschland erlebte. Östlich der Dortmunder Innenstadt gelegen, entstanden im Stil des Neuen Bauens 650 Wohnungen, die den Bedarf an fehlendem Wohnraum quer durch alle Schichten bedienten. Demnach variieren die Wohnungsgrößen stark; einige Wohnungen weisen bis zu 160 m², die Mehrzahl jedoch um die 60 m² auf.
Bei der vorwiegend viergeschossigen Bebauung – mit Trockenböden auf fast kompletter Geschossfläche – handelt es sich um eine große, weitgehend typisierte Wohnanlage ihrer Zeit. Der Architekt entschied sich bei den meanderförmig angeordneten Gebäuden gegen konventionelle Satteldächer und bevorzugte Flachdächer, die er zur Innenseite als Satteldächer ausformte. Typisch für Bauten ab Mitte der 1920er Jahre war die Verwendung von Klinker, auffällig hingegen sind die Fensterbänder. Verschiedene Wohn- und Innenhöfe mit Baumbestand und Grünflächen prägen den Freiraum.
Bis heute zeichnen sich diese Siedlung und ihre nahezu unveränderten Wohnungen durch einen hohen Lebens- und Wohnkomfort aus, die von Menschen unterschiedlichen Alters und Herkommens geschätzt werden. Hier lässt sich auch in heutiger Zeit gut nachvollziehen, welche – bis heute positiv zu bewertenden – hohen Wohnqualitäten in den Jahren der Weimarer Republik geschaffen wurden. Eine Siedlung, die sowohl in sozialer als auch in ästhetischer Hinsicht den Ansprüchen ihrer Bewohner bis heute genügt.
Autor*in: Route der Wohnkultur
Text zuletzt geändert am 14.03.2023
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