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Wohnhaus Steimann

Wohnhaus Steimann in Ahlen

Wohnhaus Steimann in Ahlen
Standort
Robert-Koch-Straße 16
59227 Ahlen
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
1965 - 1967
Epoche(n):
1950er-70er Jahre
Urheber*in:
Bauherr*in:

Das Wohnhaus Steimann, entworfen vom renommierten Architekten Harald Deilmann in den 1960er Jahren, wurde für eine Arztfamilie unweit des St. Franziskus-Hospitals errichtet.

Deilmann entwickelte für die Familie mit fünf Kindern ein großzügiges Raumprogramm. Im Erdgeschoss gliedern sich die Wohnbereiche, Esszimmer samt Küche und ein Arbeitsbereich, die alle zum Garten hin orientiert sind. Das Obergeschoss beherbergt die Schlafräume der Eltern und Kinder, ergänzt durch eine weitläufige Balkonterrasse. Beide Ebenen sind über eine separate Treppe mit dem Souterrain verbunden, in dem sich ein Hallenschwimmbad befindet.

Erstmals realisierte Deilmann ein Wohnhaus vollständig in Sichtbeton. Die Materialität ermöglicht eine klare, plastische Gliederung, die das innere Raumprogramm nach außen abbildet. Die Fensterrahmen bestehen aus Wenge-Holz, die Innenverkleidungen aus Kiefernholz. Diese sorgfältige Materialwahl unterstreicht die hochwertige und warme Atmosphäre der Innenräume.

Das Westfälische Amt für Denkmalpflege würdigt das Wohnhaus als „exponiertes Beispiel modernen Bauens der 60er Jahre“, das sowohl in seiner äußeren Form als auch in den inneren Strukturen und der wandfesten Ausstattung ein prägnantes Zeugnis von Deilmanns künstlerischem Schaffen darstellt. 2009 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Nach einer umfassenden Sanierung wird es heute von einer Wohngruppe für Jugendliche genutzt.

Im Jahr 2018 unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Sanierung der Sichtbetonfassaden mit einem Fördervertrag, ein Beitrag zur Erhaltung dieser architektonischen Besonderheit, die das Erbe Deilmanns in Ahlen sichtbar macht.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 06.10.2025

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Architektur Wohnbauten Ein-/Zweifamilienhäuser