40212 Düsseldorf
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Denkmalgeschützt
- Baujahr:
- 1907-1909
- Epoche(n):
- Jugendstil
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Das Kaufhaus an der Königsallee wurde als repräsentatives Jugendstil-Warenhaus errichtet, als der ursprüngliche Typ der Passage verdrängt wurde und die Bautechnik es möglich machte.
1906 veranlasste die Leonhard Tietz AG einen Wettbewerb zur Errichtung eines Kaufhauses in Düsseldorf. Sieger wurde der östereichische Architekt Josef Maria Olbrich, der selbst von 1907 bis 1908 zu seinem Tode die Bauarbeiten leitete. Der Bau wurde 1909 fertiggestellt.
Trotz der erheblichen Ausmaße des Gebäudes und der beabsichtigten monumentalen Erscheinung, wirkt der ausladene Kubus durch seine betont vertikale Gliederung schlank. Die Ecken der Längsseiten sind durch geschwungene Giebel betont und die Schmalseiten jeweils mit fünf Dachgauben versehen, die wie Türmchen erscheinen. Das Erdgeschoss ist durch große Fensterelemente mit Vordächern gekennzeichnet. Über dem vierten und fünften Geschoss springt die Fassade zurück, dort setzen die kupferbedeckten Mansarddächer an.
Olbrich bildete für die innere und äußere Einheit der Architektur und ihrer Details einen dekorativen Modernismus aus, der den Übergang zur funktionalistischen Kunst markiert. Diese Einheit von Innen und Außen ging auf Grund von Kriegszerstörungen und nachfolgenden Umbauten verloren. Trotz dessen wurde das Gebäude ob der qualität vollen Fassadengestaltung und der städtebaulichen Bedeutung in die Denkmalliste eingetragen.
Autor*in: Susanne Tübergen
Text zuletzt geändert am 21.04.2008
Die Einheit von Innen und Außen ist aufgrund von Kriegsschäden und Umbauten verloren gegangen. Trotzdem reiht sich das Gebäude auch heute noch in die Reihe der best erhaltenen Beispiele von Kaufhausbauten der internationalen Moderne des frühen 20 Jhd.s mit einer einzigartigen, sachlichen Fassadengestaltung.