50678 Köln
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Ausgezeichnet
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Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
- Baujahr:
- 1987
- Epoche(n):
- Gegenwart
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Im Zentrum des Sanierungsgebietes Severinsviertel liegt das ehemalige Betriebsgelände der Schokoladenfabrik Stollwerck. Nach zähem Ringen um die Durchsetzung des 1980 mit dem 1. Preis ausgezeichneten städtebaulichen Wettbewerbskonzept konnten mit dem 6-geschossigen und etwa 20m tiefen "Annoriegel" 8.000 qm des Bestandes umgebaut werden.
Grundidee des westlich daran anschließenden Geländes zum Rhein hin ist die Bildung einer Blockrandbebauung mit Mietwohnungen im sozialen Wohnungsbau. Abgeschirmt vom Verkehrslärm liegen im Blockinnenbereich in Anlehnung an die Bebauung der Altstadt "innere Zeilen" mit Dreifamilienhäusern, bei denen alle Wohnungen direkt von der Wohngasse oder über Außentreppen erschlossen werden. Insgesamt entstanden 698 Wohnungen, 215 Altenwohnheimplätze, 1 Kindertagestätte und 6.500 m2 Läden und Praxen.
Das 130 m lange Fabrikgebäude ist das Rückgrat der städtebaulichen Figur und eindrucksvoller Zeuge für die industrielle Vergangenheit des Quartiers. Das Gebäude wurde mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus umgebaut. Der Altbau bietet großzügige Raumzuschnitte und Geschosshöhen, die nach den Förderrichtlinien im Neubau nicht realisierbar sind. Aufgrund dieser besonderen Qualitäten sind die Wohnungen auch für soziale Gruppen mit abweichendem Lebensstil und aus kreativen Berufen attraktiv, die - obwohl durchaus förderungsberechtigt - in der Regel den sozialen Wohnungsbau ablehnen.
Auszeichnungen:
- Kölner Architekturpreis 1990 (kap - KKV, BDA Köln, DWB, AFR), Auszeichnung
- Auszeichnung Vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 1990 (Land NRW/Architektenkammer NRW)
Autor*in: Schaller/Theodor Architekten BDA
Text zuletzt geändert am 11.06.2008
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