Schrägluftbild aus Richtung Westen

Fassadengliederung

Treppenanlage Mühlengasse

Hofeingang An Groß St. Martin

Fassadengliederung

Innenhof

Innenhof

Rückwärtige Innenhofansicht

Rückwärtige Innenhofansicht

Wohnbebauung an Groß St. Martin, Köln

An Groß St. Martin, 50667 Köln

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ausgezeichnetes Objekt

1969-1977

1950er-70er Jahre

Joachim Schürmann Architekten
(Architektur)
Margot Schürmann
(Architektur)

Stadt Köln
(Wettbewerbsausloberin)

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Wohnbebauung an Groß St. Martin, Köln

Die in das gleichnamige Martinsviertel eingebettete romanische Kirche Groß St. Martin bildet den Altstadtkern der Stadt Köln, der sich linksrheinisch zwischen dem Alter Markt und Heumarkt bis zum Rheinufer erstreckt.

Das Ensemble aus dem Kirchenbau und der angrenzenden Wohn- und Geschäftsbebauung ist sowohl städtebaulich als auch architektonisch von besonderer Bedeutung, da es das Spannungsfeld zwischen historischer Stadtstruktur, rekonstruierter historischer Bebauung und moderner Architektur der 1970er Jahre beleuchtet.

Das aufgrund der schweren Kriegseinwirkungen nahezu vollständig zerstörte Martinsviertel wurde in den Nachkriegsjahrzehnten nach historischem Vorbild wiederaufgebaut und behielt den einzigartigen Altstadtcharakter bei – ganz im Gegensatz zu weiten Teilen der Stadt Köln, die bekanntermaßen von der Nachkriegsarchitektur geprägt sind. Im Jahr 1969 konnte das in Köln ansässige Architektenpaar Joachim und Margot Schürmann bei dem bundesoffen ausgelobten Architekturwettbewerb für die Quartiersplanung rund um die Kirche Groß St. Martin mit ihrem zeitgemäß modernen Entwurf überzeugen. Joachim Schürmann trug bereits seit 1961 zur rekonstruktiven Instandsetzung der Kirche Groß St. Martin bei, was für die Rücksichtnahme in Bezug auf den Kirchenbau sicher von Vorteil war.

Das zwischen 1969 und 1977 realisierte Wohn- und Geschäftsquartier besteht aus drei U-förmig angeordneten Gebäuderiegeln, die in ihrer Ausrichtung dem Kreuzgang der ehemaligen Martinsabtei folgen. Die fehlende offene Seite des neugebauten Ensembles wird durch die Kirche Groß St. Martin begrenzt, sodass eine beruhigte, innenhofähnliche Platzsituation entsteht, die zwischen Straßen- und Freiraum vermittelt.

Die sechsgeschossigen Gebäuderiegel umfassen insgesamt 96 Wohnungen und 40 Gewerbeeinheiten und orientieren sich formal an der nach historischem Vorbild wiedererrichtete Bestandsbebauung des Martinsviertels. Die im Bestand ablesbare Gliederung in einzelne gereihte Baukörper mit steilen Walmdächern und betonter Giebelseite griffen die Architekt*innen Joachim und Margot Schürmann durch eine vertikale Fassadenteilung auf. Auf diese Weise erscheinen die großmaßstäblichen Gebäuderiegel im Stadtmaßstab des umliegenden Bestandes und der Straßen und fügen sich als modern interpretierte Stadtreparatur in den Ortskontext ein.

Die Altstadtsilhouette wird rücksichtsvoll ergänzt und nicht unterbrochen, wenngleich durch die Fassadengestaltung und wahrnehmbare Materialästhetik die zeittypischen architektonischen Stilelemente der 1970er Jahre selbstbewusst in Szene gesetzt werden. Der großflächige Einsatz von Sichtbeton-Fertigteilen und Glas wird durch die mehrschichtig erscheinende Fassadengliederung aus Balkonen, Vor- und Rücksprüngen sowie Rank und Sonnenschutzgittern in eine kleinteilige Gesamtheit aufgelöst, die zurückhaltend, elegant und platziert wirkt.

Mit einem hohen Maße an Stadtverständnis schufen Joachim und Margot Schürmann einen zeitgemäßen, beruhigten innerstädtischen Raum, der sich sowohl außen- als auch innenräumlich durch eine hohe Wohn- und Aufenthaltsqualität auszeichnet.

Auszeichnungen:
Deutscher Architekturpreis 1981 (E.ON Ruhrgas AG), Auszeichnung

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 09.08.2023

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Kategorien:
Architektur » Wohnbauten » Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen

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