Nizzaallee 34, 52072 Aachen
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2020-2022
pbs architekten Planungsgesellschaft mbH
KD Stadtsanierungsgesellschaft Aachen Nizzaallee 34 mbH & Co. KG
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Objektanzahl: 2660
52072 Aachen
Entfernung: 0.14 km
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42103 Wuppertal
53773 Hennef
Das mit dem Preis für Vorbildliche Bauten in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnete Projekt Studentisches Wohnen am Lousberg in Aachen steht exemplarisch für einen zeitgenössischen, öffentlich geförderten Wohnungsbau, der soziale Zielsetzungen, stadträumliche Sensibilität und architektonische Qualität miteinander verbindet.
Auf einem der letzten, in bevorzugter Zentrumslage am Fuße des bewaldeten Lousbergs gelegenen Grundstücke wurde ein vier- bis fünfgeschossiger Neubau für studentisches Wohnen realisiert. Bauherr des Projekts ist eine Tochtergesellschaft der Stefan Frey AG, die als Bauträgerin und Projektentwicklerin insbesondere im Bereich des qualitätsorientierten Wohnungsbaus tätig ist. Die architektonische Planung stammt vom Aachener Architekturbüro pbs architekten Gerlach Wolf Riedel Planungsgesellschaft mbH.
Die exponierte Lage des Gebäudes ist sowohl durch die unmittelbare Nähe zur Aachener Innenstadt und zum naturräumlichen Lousberg als auch durch die direkte Anbindung an die Bildungslandschaft der Universitätsstadt geprägt. Der Neubau umfasst insgesamt 115 öffentlich geförderte Einzel- und Doppelappartements für bis zu 157 Studierende und wird durch offene Gemeinschaftsflächen wie Lernbereiche, geteilte Aufenthaltszonen, einen Fitnessbereich sowie Abstellflächen für Fahrräder ergänzt. Damit formuliert das Angebot einen erweiterten Wohnbegriff, der über die reine Bereitstellung privater Rückzugsräume hinausgeht.
Städtebaulich fügt sich der Neubau in die freistehende Bebauung entlang der Nizzaallee ein. Gebäudehöhe und Kubatur orientieren sich an der benachbarten Wohnbebauung sowie an den durch den dichten Baumbestand begrenzten Baufenstern des Grundstücks. Die Ausnutzung der Hanglage ermöglicht eine differenzierte Staffelung der Geschosse: Während vier Vollgeschosse den Straßenraum fassen, ist das fünfte Geschoss als Staffelgeschoss straßenseitig zurückgesetzt. Formal ist der Baukörper als polygonale Figur ausgebildet, deren Geometrie sowohl auf die Grundstücksform als auch auf die topografischen Gegebenheiten reagiert. Die Fassadenansicht wird durch die horizontale Gliederung einer laubengangähnlichen Balkonanlage sowie durch den Rhythmus der bodentiefen Fenster geprägt. Die Graustufen der Putzfassade, Fensterrahmen und Betonelemente werden durch goldbraune Sichtschutzelemente und gelbe Vorhänge akzentuiert.
Die Grundrisskonfigurationen der vollmöblierten und bezugsfertigen Appartements sowie die Anordnung der Gemeinschaftsflächen zeigen richtungsweisende Ansätze für zeitgemäßes studentisches Wohnen, das sowohl individuelle Raumansprüche als auch kollektive Formen des Zusammenlebens berücksichtigt. Insgesamt verdeutlicht das Projekt, wie öffentlich geförderter Wohnungsbau in innerstädtischer Bestlage als qualitativer Baustein einer durchmischten Stadtentwicklung wirken kann.
Auszeichnungen:
Auszeichnung Vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2025 (Land NRW/Architektenkammer NRW)
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 20.01.2026
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Kategorien:
Architektur » Wohnbauten » Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen