Konrad-Adenauer-Brücke über der Rheinaue in Bonn

Konrad-Adenauer-Brücke (Südbrücke)

Konrad-Adenauer-Brücke (Südbrücke)

Südansicht der Brücke

Auflager der Konrad-Adenauer-Brücke am linken Rheinufer

Brückenpfeiler

Konrad-Adenauer-Brücke (Südbrücke)

A 562 Nähe Ludwig-Erhard-Allee, 53175 Bonn

1967-72 / 2003-05 (Sanierung)

1950er-70er Jahre

Hans Grassl
(Prüfingenieur)
Prof. Dr.-Ing. Klöppel
(Prüfingenieur)
Architekt Dr. Gerd Lohmer
(Architekt)

Landesbetrieb Straßenbau NRW Land Nordrhein-Westfalen Bundesrepublik Deutschland

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Konrad-Adenauer-Brücke (Südbrücke)

Die Konrad-Adenauer-Brücke ist eine der drei großen Rheinquerungen im Stadtgebiet von Bonn und spielt eine zentrale Rolle im regionalen Verkehrsnetz. Mit einer Gesamtlänge von 770 Metern überspannt sie nicht nur den Rhein, sondern auch den Freizeitpark Rheinaue und den künstlich angelegten Auensee. Als Teil der Autobahn A 562 verbindet sie die linke Rheinseite im Süden Bonns mit dem rechtsrheinischen Stadtteil Ramersdorf – und somit die Bundesviertel und den Regierungsbezirk mit den östlich gelegenen Stadtteilen und Autobahnanschlüssen.

Die Brücke wurde in den 1970er Jahren errichtet und ist ein typisches Beispiel für den funktional orientierten Infrastrukturbau dieser Zeit. Ihre aus acht Feldern bestehende Konstruktion umfasst neben den vier Fahrspuren für den motorisierten Verkehr auch zwei Gleise für die Stadtbahnlinien 66 und 68 sowie beidseitige kombinierte Fuß- und Radwege. Damit erfüllt sie als Verkehrsbauwerk multifunktionale Anforderungen an moderne Mobilität.

Konstruktiv handelt es sich bei der Rheinquerung um eine Balkenbrücke, deren Hauptöffnung eine Spannweite von 230 Metern aufweist – mit einer lichten Höhe von rund 4,5 Metern. Die Seitenfelder spannen jeweils 125 Meter, während sich auf der linken Rheinseite eine Vorlandbrücke aus Spannbeton mit fünf weiteren Feldern anschließt. Ihre Entstehung steht in einer langen Tradition von Rheinquerungen an dieser Stelle: Bereits zwischen 1869 und 1919 bestand hier eine Eisenbahnfähre, die seinerzeit den Güter- und Personenverkehr über den Fluss sicherstellte.

In den Jahren 2003 bis 2005 wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Dabei erhielten insbesondere die Brückenlager eine statische Verstärkung: Insgesamt 70 Tonnen Stahl wurden verbaut, um die Auflager der Konstruktion zu erneuern und für zukünftige Verkehrsbelastungen zu ertüchtigen.

Die Konrad-Adenauer-Brücke ist heute nicht nur eine bedeutende Verkehrsader, sondern auch ein prägendes Element im Bonner Stadtbild. Mit ihrer schnörkellosen Silhouette, der klaren Trassierung und der funktionalen Gliederung steht sie exemplarisch für den Infrastrukturbau der 1960er und 70er Jahre.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 21.07.2025

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