Kirche Zum Heiligen Kreuz

Rather Kreuzweg 43, 40472 Düsseldorf

1956/1958 / 1964

1950er-70er Jahre

Architekt Josef Lehmbrock

Erzbistum Köln

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Objekte gesamt: 2010

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Kirche Zum Heiligen Kreuz

Die katholische Kirche Zum Heiligen Kreuz wurde von 1956 bis 1958 nach Plänen von Josef Lehmbrock errichtet und befindet sich im Düsseldorfer Stadtteil Rath. Anstelle der heutigen Kirche existierten seit 1920 mehrere Vorgängerbauten, die jedoch lediglich Provisorien darstellten. Der Grundstein einer Notkirche aus dem Jahr 1940, welche bereits 1943 wieder zerstört wurde, ist in die Krypta des heutigen Baus integriert. Im Jahr 1964 wurde der Campanile zur Kirche ergänzt, der jedoch nicht nach Entwürfen von Lehmbrock entstand.

Im Grundriss präsentiert sich die Kirche zum Heiligen Kreuz als parabelförmig und einschiffig mit dem sich verjüngendem Chor im Süden und der spitz zulaufenden Fassade des Eingangsbereichs sowie dem oktogonalen Campanile im Norden. Die im Volksmund auch als Flammenkirche bezeichnete Kirche erhielt ihren Namen durch die besondere Gestaltung der doppelschaligen Außenwand, die sich aus zahlreichen flammenförmigen Betonsteinplatten zusammensetzt. Der Entwurf für diese Gestaltungsweise geht auf Professor Günter Grote von der Düsseldorfer Kunstakademie zurück. An einigen Stellen finden sich ebenfalls flammenförmige und in Mustern arrangierte Aussparungen in der Außenwand, die mit farbigem Gussglas gefüllt sind und die Beleuchtung durch Tageslicht in der Kirche sicherstellen.

Auch im Innenraum bleiben die flammenförmigen Betonsteine als Hauptmotiv in der Wand sichtbar. In Richtung des Altars, der sich auf einem Podest im hinteren Teil befindet fällt der Boden leicht ab. Im Bereich hinter dem Altar, in dem sich auch der Zugang zur Krypta findet, bilden die Durchbrechungen die Form eines Kreuzes. Charakteristisch für Lehmbrock ist die Deckengestaltung, die sich durch eine offene Rohrgitterkonstruktion auszeichnet und beispielsweise auch in der in etwa zeitgleich entstandenen Kirche St. Albertus Magnus in Leverkusen Verwendung findet.

Zur Ausstattung der Bauzeit gehören der Altar, ein Kastentabernakel der Firma Schwietzke sowie das Vortragekreuz, das wie die Wandgestaltung von Günter Grote stammt und das Motiv der Flammen  ebenfalls aufnimmt. Der Kreuzweg beruht auf den originalen Kohlezeichnungen des Düsseldorfer Bilhauers Kurt Zimmermann, der diese 1955 für die Kreuzwegstationen der Kirche St. Suitbertus in Kaiserswerth angefertigt hatte.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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